Grundsätze meiner Weltreise

  1. Jeder dieser Erdteile wird besucht: Arktis, Europa, Asien, Australien, Afrika, Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika, Antarktis
  2. Jedes Land wird nur einmal besucht.
  3. Geld spielt keine Rolle bzw. eine sehr marginale.
  4. Ich habe Zeit.
  5. Was ich an Sprachschulungen habe, wird mindestens 1x eingesetzt. *
  6. Es darf ruhig und abenteuerlich, lehrreich und zum Genießen sein.
  7. „Postkartengrüße“ blogwärts

7 ist eine gute Zahl, darum reicht es hier. Mehr Anhaltspunkte, damit ich nicht zum Trudeln komme, brauche ich nicht.

 

* mit Ausnahme der Gebärdensprache

 

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Stationen (m)einer Weltreise

Vulkane spielen in meinem derzeitigen Alltag eine bedeutende Rolle. Viel gibt es zu erfahren und erzählen (z. B. die Geschichte der Fliege). Zudem habe ich mittlerweile einen herrlichen Blick auf einen Berg in schönster Vulkan-Form und je nach Wetterlage werden uns von den Wolken Ausbruchszenarien vorgespielt.

Vulkane also.

Der Popocatepétl ist kürzlich ausgebrochen. Der Arsenal gefiele mir. Da bräuchte ich noch Recherche (will ich so viel auf mich nehmen oder lieber eine leichte Route, die sich einfach so ergibt wählen?) oder Tipps (herzlich willkommen, sobald die spezifische Art meiner Weltreise klar ist >> es gilt fürderhin: to be continued!).

 

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Jenseits der Flucht

Oder: Ich plane eine Weltreise

Jason Mraz singt:

You don’t need a vacation

when there’s nothing to escape from.

Diese Zeilen berühren mich. So arbeiten, sein und tun, dass man nicht mit heraushängender Zunge und blutunterlaufenen Augen beim Urlaub ankommt, der erstens (weit) weg stattfinden muss und zweitens immer zu kurz ist.

Anders gesagt: Leben und lieben da, wo ich gerade bin.*

Gleichzeitig ist es sehr gut möglich, auf Entdeckungsreise zu gehen. Die obigen Zeilen sprechen nicht dagegen; vielmehr noch dafür. Wer auf den Rhythmus seines Herzens lauscht, kann alles. Nur flüchten wird überflüssig. **

to be continued

 

* Stammform dieses Verbs lautet SEIN

** überflüssig…flüssig…FLOW

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Wie man sich bürstet, so lebt man

Auf Krawall gebürstet.

Aus unerfindlichen Gründen wabert diese Floskel durch meine Gehirnwindungen.

Aha. Ja, ja. Irgendwer wird irgendwo…

Ich lass mich gedanklich weitertreiben.

Wir suchen jeden Morgen mehr oder weniger achtsam unsere Kleidung aus, wählen vielleicht Make-up, legen Hand an die Bürste und entscheiden im Spiegel, ob es ein good oder bad hair day ist.

Reflektieren wir genauso oft unsere Gedanken, wie wir täglich in den Spiegel sehen?

Es gibt Ansichten, nach denen die Umweltverschmutzung in 3D nichts ist im Vergleich zu der Verunreinigung durch Gedanken und Emotionen.

Da würde es sich lohnen, statt auf Krawall zum Beispiel auf Vergebung zu bürsten. Oder Zufriedenheit. Freiheit. Mut. Freude. Leichtigkeit.

Für uns und alle.

 

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Wirrsinn [27]

Wenn nicht mit Liebe überschüttet, kommt es einem Menschenkind wie eine kalte Dusche vor.

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Der richtige Weg (?)

Das Ziel habe ich bewusst ausgesucht und mich mit der Route dahin beschäftigt. Straßenpläne online studiert und schlussendlich das Navi programmiert. Genug Zeit ist eingeplant. Für eine kleine Pause zwischendurch und um so zeitig anzukommen, dass ich die Atmosphäre schnuppern kann, bevor es losgeht.

Im Radio läuft Lieblingsmusik laut Playlist. Es dämmert und in der Luft liegt ein Wetterumschwung. Ich fühle mich pudelwohl. Alles stimmt.

Auf der Straße ist nicht viel los. Genaugenommen bin ich weithin alleine unterwegs; folgt artig der fremden Navi-Stimme. Ist sie auch vertrauenswürdig? Immerhin gibt es genug Beispiele dafür, dass sie auch gehörig in die Irre führen kann. Auf sinnlose bis gefährliche Abwege.

Doch, es sind einzelne Menschen unterwegs. Hin und wieder begegnet mir ein anderes Auto – allesamt auf der Gegenfahrbahn. Eine Stimmung baut sich in mir auf. Als wäre ich Teil eines Katastrophenfilms. Jeder, der kann flüchtet, ich bin unwissend und steuere auf das Schreckliche zu.

Fragen tauchen auf. Bin ich wirklich auf dem richtigen Weg? Stimmen die Angaben fürs Navi? Ist die Route korrekt berechnet? Wann sah ich das letzte Straßenschild? Was wenn? Liegen alle anderen richtig? Hab ich etwas verpasst? Stimmt überhaupt die Zeit? Will ich da wirklich hin?

Die Musik habe ich längst ausgeschaltet. Meine Hirngespinste kämpfen mit dem Verstand. Wäre ich auf bekannter Strecke unterwegs, nichts von alledem würde mich beschäftigen. Ich wüsste um mein Ziel und dass ich genau auf dem Weg bin, auf dem ich sein will; sein soll.

Zu allem Überfluss fahre ich mittlerweile auf einer kurvigen schmalen Straße durch ein Wäldchen. Das macht die Sache nicht besser. Rascher und rascher laufen die Fragen und Unsicherheiten wie ein Computerprogramm in meinem Inneren ab. Ein kämpferischer letzter Rest geht dagegen an. Ruft sich die achtsame Vorbereitung dieser Reise und den Grund dafür in Erinnerung.

Noch eine Kurve – da überrascht mich eine hell erleuchtete Kreuzung und plötzlich gibt es zahlreiche Autos in (fast) jede Richtung. Der Zauber (oder eher: der Bann) ist gebrochen. Ich atme durch und leise stelle ich die Musik wieder an. Doch, doch. Ich bin noch auf meinem Weg.

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Cheese!

Ein Foto hier, ein Pic dort.

Im Grunde zähle ich nicht zu jenen, die als erstes die Kamera zücken. Auch, weil ich des Öfteren „solo“ unterwegs bin und dadurch erst gar nicht in Versuchung komme. Solo aber nur was einen Fotoapparat anlangt. Darüber hinaus ist alleine-sein seit einigen Jahren ein Fremdwort. Mit den Kindern ist das Festhalten von Lustigem, Erlerntem und Erlebtem relativ gehäuft vorgekommen.

Nur… Nur! Was tun mit dieser Fülle? Ein Fotobuch, ist ja klar. Also eines für das erste Lebensjahr, eines für das zweite, eines für…

Dann habe ich zu denken begonnen. Jedes Kind, jedes Jahr, jeweils ein Buch?

Das ist mir doch ein bisschen zu verrückt. Drum darf eine neue Rechnung gemacht werden.

 

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Abgespeckt

Fast ein Jahr ist es her, dass ich eine Aktion ausprobierte, die sich mit dem Aussortieren von Dingen befasste. 475 Sachen weg? Locker! In einem Monat? Nie und nimmer. Ich nahm mir dafür wesentlich mehr Zeit. Und merke, wie sich dadurch noch viel mehr getan hat. Ich wage mich nun eher an entlegene Ecken der Wohnung heran – auch weil ich weiß, da war ich schon mal und es ist bestimmt nicht mehr so „schlimm“ wie damals. Auch eine Haltung von „use it or lo(o)se it“ hat sich breit gemacht. Dinge werden benutzt, gebraucht, aufgebraucht – oder aussortiert. Flohmarkt, Müll, Menschen, die sich darüber freuen. Neben einem total erleichterten Bücherregal lese ich nun nicht mehr auf Grund eines Selbstbildes – wie ich bemerken durfte -, sondern nach Lust und Laune. Nach einem „Lesefrühling“ gehörte der Sommer der freien Natur und der Herbst steht im Moment im Zeichen von Zeitschriften. Die liegen praktischer Weise in der Bücherei zum Ausleihen bereit.

Gerade kürzlich zog eine Allrounder Küchenmaschine bei uns ein. Das war eine Entscheidung aufgrund von Platz und Nutzen. So sitze ich nun hier. Eine Küchenschublade wurde geputzt, Brotgewürz gefunden >> use it or … << und somit ist die Maschine eingeweiht und es duftet während dieser Zeilen wundervoll durch den Raum.

Minus 475? Ich kann dem ein Plus an Qualität auf verschiedenen Ebenen gegenüberstellen.

 

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Blogleiche

Nein, das hier ist keine Blogleiche und soll auch keine werden. Ich bin einfach Mama geworden und als solche staune ich, wie andere in dieser Situation ein online Portal am Laufen oder Florieren halten, wenn sie nicht sogar Geld damit verdienen. In meiner Realität ist das keine Option. Da haben sich Schwerpunkte verlagert. Schon früher war ich nicht ständig mit dem weltweiten Netz verbunden, jetzt ganz bewusst noch weniger. Zudem wäre mein Filius viel zu erpicht darauf, selbst damit zu spielen. Vorbildfunktion usw…

Und die Zeit? Die verwende ich lieber zum Aufräumen, Ausruhen, Spielen, mich selbst in dem Drumherum Finden.

Natürlich weiß ich sehr gut, was es für eine tolle Zeit war, als die Kontakte hier einen guten Teil meiner täglichen Kommunikation ausmachten und ich finde es schade, dass ich nicht nur zum Schreiben sondern vielmehr noch zum Lesen und Kommentieren anderer Beiträge kaum Platz finde oder schaffe. Der Fluss des Lebens hat mich weitergetragen und so denke ich mit einer kleinen Portion Wehmut und vielen dankbaren und schönen Erinnerungen daran zurück. Außerdem: Zeichen und Wunder geschehen immer wieder. Das weiß ich.

 

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Die schnelle Fünfzehn

Egal ob im Büro oder Haushalt, bei der Kinderbetreuung oder einem Wohnungsumzug. Alle kennen diese Phasen, da kann man sich drehen und wenden, überall warten nur Dinge, die zu erledigen sind. Die Entscheidung, wo man anfangen soll, fällt schwer und der ganze Berg macht einen vom Ansehen (bzw. Erspüren) allein schon müde. Am besten liegenbleiben und gar nichts tun. Alte Überlebenstaktik: tot stellen.

Irgendwann und irgendwo hab ich ein Prinzip aufgeschnappt, das für mich in dieser Situation sehr erlösend funktioniert. (Die beiden „irgend…“ am Satzanfang deuten darauf hin, dass ich leider zu keiner korrekten bzw. genauen Quellenangabe in der Lage bin. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass es trotzdem funktioniert!)

Die schnelle Fünfzehn nennt sich die Taktik, welchee einen quasi von den Toten erweckt und sie ist in einem Satz erklärbar.

Fünfzehn Minuten lang erledigt man nur Dinge, die maximal eine Minute in Anspruch nehmen.

Also Altpapier vom Tisch in den Sammelbehälter (kommt natürlich darauf an, ob der unterm Tisch steht oder zwei Straßen weiter…), Füße rasieren, klebrige Hände waschen, Termin in der Werkstatt vereinbaren, zur Toilette gehen, Waschmaschine füllen und einschalten, Tisch abwischen, Stifte in den Stiftbehälter, Fenster auf, umziehen (ohne den Auswahlprozess gerechnet!), erledigten Arbeitsauftrag vom eigenen Schreibtisch zum nächsten bringen, Kompost entsorgen, Augen zu und durchatmen, hinsitzen und eine Entscheidung fällen, Blumen gießen.

Waren das fünfzehn? Jedenfalls ist schon wieder einiges erledigt und man (ich zum Beispiel) kommt wieder in den Schwung, um etwas anzugehen.

 

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