Wandel der Bedeutung

Eine Prozession durch ein römisch-katholisches Dorf. Die Monstranz wird auf Hochglanz poliert und keinesfalls mit bloßen Fingern angefasst. Heilig an sich scheint sie, daneben göttlich und unantastbar.

Szenenwechsel.

In einem alten Bauernhof werden Stücke aus früheren Zeiten ausgestellt. In einer der Ecken ist ein Tabernakel aufgestellt, die Monstranz steht in der Mitte. Nichts glänzt, stattdessen haben Staub und Spinnweben die Herrschaft an sich gerissen.

Was einst angebetet wurde und zum Neigen des Hauptes aufforderte, wurde beim Auflösen eines Klosters unbrauchbarer Tand.

Vorbei das Göttliche, keine Spur von Heiligkeit.

In diesem Sinne darf die Frage immer wieder gestellt werden: Wem und was messe ich welche Bedeutung zu?

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