Entscheidung für oder wider den Wettkampf

Kübra Gümüsay war heute ein Ort zum Finden.

Sie schreibt über den Wettkampf und was er mit uns macht:

A friend recently quoted Erica Cook: “I’m not interested in competition. I hope we all can make it.”

I hope we realise that we all make it, every day, constantly. Because success lies within the journey, whether or not it is being appreciated, acknowledged or applauded.

Gedankentext und Geleitworte dazu auf ein fremdwörterbuch

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Entscheidung für oder wider den Wettkampf

  1. „None of us live the lives we pretend to have. None of us are what we filter to the outside world. We have flaws & mistakes, we are wrong & dumb, we are ugly but perfectly unique. We like our online selves more than our real selves, invest our time, energy and resources into our digital self – a self in constant contrast to our real selves – a constant source of our deepest unhappiness.“ (Zitat fremwörterbuch)

    Dazu kommen mir mehrere Gedanken:

    1.Naja, ein paar Menschen gibt es wohl schon, die nicht nur pretend to have.

    2.Die Entwicklung, die fremdwörterbuch sieht: Mensch & digitale Welt im Missverhältnis zu Mensch & „reale Welt?
    So true, true, true!
    Doch:
    Vorgestern hörte ich eine fast 80-jährige Theater/Bühnen/Autorinnenfrau aus der Szene des Aktiv-Theaters zu einer jungen heranwachsenden Theaterfrau – beides Deutsche in New York lebend – sagen: „Du musst das tun! Wenn du etwas dahingehend beklagst, dann muss du die anderen dazu bewegen, sie dazu bringen, dass sie hinschauen u. es mit dir gemeinsam ändern wollen. Jene ältere Dame meinte, nur in Deutschland sei es etwas schwieriger. Deutsche seien small-minded. 🙂 hi…hi…

    3.
    „And we compete. Compete for the appreciation in peoples’ eyes. It is sick. It is our lack of community sense, lack of care and love for each other.“
    (Zitat fremdwörterbuch)

    Competition
    It kills creativity – so true – findet man aber nun gerade verstärkt in der „Abteilung“ Creativity. Fernsehen, Mode, Design Industrie,…etc..
    .
    4.
    Interessant der Blick von fremdwörterbuch, warum wir miteinander wettstreiten:
    um „Bestätigung“ „Anerkennung“ in den Augen anderer blinken zu sehen.
    Es sei „krank“, schreibt sie.

    Wundern darf es uns nicht.
    Die Bandbreite des narzisstischen Alltags erstreckt sich von leicht gestört bis…. 🙂
    Leicht „gestört“ ist immer schwerer erkennbar, zumindest braucht es erstaunlich lange bis man dahinter kommt.

    Die Wahrheit scheint mir – auch ohne Internet: Zu viele können sich die Wesensart „Narzissmus“ – ob partnerschaftlich, familiär, wirtschaftlich, finanziell, beruflich, kulturell – leisten. Überhöhte Anspruchshaltung, unkritische Selbsteinschätzung, ausnützerische und egoistische Einstellung, Neid und Überheblichkeit, nicht vergeben können, etc….

    Mindestens unser westliches Denkmodell baut doch geradezu darauf auf. Erhöhte Leistungsorientierung noch bevor wir laufen. Wir sind so wettstreitig, dass wir die Welt in erste, zweite, dritte und vierte einteilen mochten.
    Bereits im Vorkindergarten, Kindergarten, in Schule, Universität- einschließlich Professoren, im Praktikum – es sei denn man landet in Tumbuktu und Botswana -, Ausbildung, Jobs, Nachbarn, nicht selten zwischen Geschwistern, Sport, Unternehmensführende, Abteilungen, Kirchen, Länder. Beruflich begegnete mir mal eine junge Dame, die zerschlug ihre Tennisschläger seit ihrer Kindheit aus Wut, wenn sie ihr Match in Vereinsspielen nicht gewann. Gewinnen um jeden Preis. The winner takes it all…Abba Song… So trat sie auch in ihrem Job auf und machte dem Rest der Gruppe das Leben schwer.

    Wenn da nicht zwischendrin ein großes Leid kommt und uns aus der Umlaufbahn wirft, stehen die Chancen auf no competition schlecht.
    Erkläre deinem Kind mal, Mariechen du bist auch mit Note 5 ein wertvoller Mensch. Was meinst du, wie lange sie dir das glaubt, wenn sie in ihrem weiteren täglichen sozialen Umfeld andere Erfahrungen sammelt?

    5.
    In Theateraufführungen, im Musikchor, überall wird ausgesiebt – es muss mindestens immer GUT sein – nur die „Besten“ dürfen dabei bleiben.
    Wer definiert, wer die Besten sind und was das Beste ist?

    Ich liebte ein Projekt, initiiert vom englischen Dirigenten Sir Simon Rattle und Tanzpädagoge Roystom Maldoom, lebt in Berlin, ein internationales Tanzprojekt mit 250 Kindern aus sozial-schwachen (auch schon wieder so eine gängige Bezeichnung, die Menschen festschreibt), unabhängig von Talent, Kinder, an die keiner mehr glaubte. Er brachte sie auf die Bühne. Es ging vor allem darum, dass diese Kinder wieder lernten, an sich zu glauben und nicht darum die Besten zu werden. Sie wurden „die Größten“, auf ihre Art wurden sie die Sterne, die sie immer schon waren, nur keiner in ihnen sehen mochte. Sie wurden aber vor allem Menschen mit einem Selbstwertgefühl und einem Sinn für Gemeinschaft. Sie lernten sich aufeinander einlassen zu müssen, wenn sie das Ziel erreichen wollen. Am Ende ver t r a u t e n sie darauf, sich aufeinander verlassen zu können.
    Der Film „Rythm is it“ ein Dokumentarfilm, Filmemacher begleiteten das Projekt – sah ihn in einem kleinen Kino. Große Momente. Berührend – so sehr berührend…
    Wäre ich Lehrerin würde ich diesen Film täglich auf Großleinwand in der Pausenhalle installieren. 🙂
    Der Rhythmus macht es…. yeah!
    …..kam mir gerade alles aus dem Bauch…

Dazu möchte ich gerne sagen:

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