Warum ich Männer liebe

Was Frau Ahnungslos als minimale Hommage an das Geschöpf Mann begonnen hat, schlug Wellen.

Es gab engagierte und herzvolle Ergänzungen von Frauen, die allesamt und vor allem zwischen den Zeilen auszudrücken vermögen, wie geschätzt und geliebt die Männer sind.

Und wenn dann Frau Knobloch noch wie nebenbei erwähnt, jede müsste… an eigener Stelle… dann lasse ich mich gerne davon anregen.

Meine damals spontan gefundenen Worte, warum ich Männer liebe, lauteten (mit kleinen Ergänzungen/Korrekturen):

Ich liebe die kritzelige Handschrift, das erstaunte Schweigen, wenn Frauengedanken dem Erfassen entschlüpfen, dass mir noch nie eine Bitte um Hilfe abgeschlagen wurde, das einfache(re) Gepäck, dass sie mir zuliebe tanzen und danach auch noch ein Getränk spendieren (vermutlich um Teil 1 zu beenden, aber trotzdem), das Weinen bei Trauer und herzhaftem Lachen, dass sie singen können, wenn es um einen Prostgesang geht aber nicht bei Stille Nacht, ich genieße (auf unterschiedliche Art), wenn sie kochen können oder sich sehr umständlich dabei anstellen, ihr verschmitztes Lachen, ich bewundere, wie weit sie spucken oder tauchen können, es erstaunt mich, wie mit einem einfachen Straffen der Schultern die eigene Angst für andere überwunden werden kann, die Zuversicht, die sie verbreiten und dass sie sich genau so gerne wie Frauen die Füße massieren lassen. Es fehlt noch die Begeisterung dafür, dass Spülwasser und Kartoffeln für Männer zu heiß, ihre Hände im Winter aber immer ein paar Grad wärmer sind als meine.

 

Ergänzend will ich betonen, dass meine persönlichen und dadurch begrenzten Erfahrungen niemals alles erfassen könnten, was an den Männern liebenswert ist. So ist es auch möglich, dass genau kein bisschen von alledem vorkommt und dennoch bin ich berührt, erfasst, belebt von meinem Gegenüber. Und das ist das allerschönste!

 

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21 Kommentare

Eingeordnet unter just Life

21 Antworten zu “Warum ich Männer liebe

  1. Ich fand Ihre Worte gestern schon bonfortionös, danke, daß Sie sie hier wiederholen. Und Ihre Ergänzung, die unterschreibe ich auch sofort. Ich freue mich und hoffe, daß noch mehr Kleinsttollfindmomente gesammelt werden. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch.

    • Sie können Gedanken lesen… und schreiben, werte Frau Knobloch. Das können Sie wahrlich.
      Tollfindmomente ganz speziell auch an Sie.

      • Neinneinnein, das liegt nicht an mir. Das passiert, wenn ähnlich fühlende Menschenkinder sich begegnen, öffnen und einen Austausch zulassen. Dann entstehen solche wundervollen Silbersilbenperlenketten, die man gerne weiterschenkt. Schönstabendwünsche, Ihre Frau Knobloch.

      • Ich werfe Ihnen mit einer unbezahlbar, überaus wertvollen und mindestens dreireihigen Perlenkette eine Kusshand in den Abend zu.

      • Dankefein, die ist wahrlich unbezahlbar. Ich annehme sie gernst.

  2. melcoupar

    … und es schlägt weitere Wellen. Wie schön. Auch Ihnen einen herzlichen Dank und, es stimmt, seine Hände sind im Winter wirklich immer ein paar Grad wärmer als meine 🙂

  3. Kurzfassung: es wäre wirklich schade, wenn es keine Männer gäbe !

    • so ist es. und in der langfassung wäre es auch um die frauen schade und um alle, die sich nicht so eindeutig dieser zweideutigkeit zuordnen können oder wollen.

  4. Irgendwie fühle ich mich ausgegrenzt. Dürfte ich denn meinerseits nichts dazu beitragen, warum ich Männer lieben könnte? Liegt es an dem Wort „liebe“, das zu ersetzen durch „toll finden“, dem Ganzen eine gewisse Zweideutigkeit nehmen würde. Dann würde ich sagen -und die aktuelle WM könnte mir schon Beispiele und gute Gründe liefern-, was ich an Männern toll finde. Oder sind gar nicht die Männer gemeint, sondern eben nur der eine Mann, was in der Überschrift aber so nicht gesagt ist. Ganz gleich, ich lehne mich jetzt aus dem Fenster und sage, auch erwartend, dass irgendwann der Beitrag kommt (von einer Frau oder einem Mann wäre mir egal) „Warum ich Frauen liebe“: Ich finde Männer toll, nicht alle, aber die, die mir ein Bier ausgeben, mir den Ball direkt in den Lauf spielen können oder die mich Verletzten durch den Dschungel bis zum Basis-Camp tragen…..Fortsetzung folgt!

    • ausgegrenzt wird nicht, ergänzt umso lieber.
      danke.
      ans bier dachte ich als weintrinkerin einfach nicht 🙂
      aber am ende ist mir auch das egal. ebenso wie es für mich nicht nur um die klassischen kategorien von männern und frauen geht.
      ich mag die meisten menschen ziemlich gern.

      • hunde an erster stelle. raubkatzen, grauhäuter, felliges allgemein, zwei beiner, beflügelte, nicht-beiner, unzählige beine, kiemen, lungen, eier oder beutel, nachtaktiv, am tage oder nur in einer jahreshälfte.
        ich darf sie beruhigen, tierisches hat bei mir ziemlich viel platz. manches gerne aus der nähe, anderes lieber mit ein bisschen abstand.

      • eine frage noch: und pflanzen?

      • ebenso mineralien, zwerge und elfen.
        feuer, erde, luft und wasser.
        aura, spirit und den großen geist.
        märchen, gebete, selbsterfundene sprachen.
        wimpernwunscherfüllungspusterei.

      • kurz überlegen…..ja, das deckt schon ziemlich viel ab und macht Sie, sofern Sie nicht flunkern, wohl zu einem ganz patenten Menschen

        Ich freue mich, Sie im Blog kennengelernt zu haben.

      • ich flunkere nur bei unwichtigen dingen.
        (hierbei also nicht, falls ich das erwähnen muss)

        die freude ist ganz meinerseits.

  5. Ich danke für einen wunderbaren Lesemoment, liebe Marga! Besonders die Wertschätzung für die unterschiedlich ausgeprägten Kochkünste und die unterschiedlich sensiblen bzw. temperierten Männerhände haben es mit angetan. 🙂

  6. Welch Freude zu sehen, das es doch schon eigentlich längst überfällig war und so ein wenig hier und da erfreut und verselbständigt 🙂

Dazu möchte ich gerne sagen:

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