Zum Schreiben eingeladen

Diese Woche lasse ich mich von westendstorie und zolaski zum Schreiben verführen.

10 Worte und 15 Minuten – hier meine spontane Antwort darauf:


 

Also, ich erkläre dir, wie das mit den zehn Worten funktioniert. Hier, das ist die Liste.

Mittag

Radio

mysteriös

ausnahmsweise

Federkleid

Loch

Fingernagel

Katzenhaar

abrupt

Tiefschlag

Wie soll denn das gehen?

Na, du bastelst und schreibst: „Am Mittagstisch sitzen Mutter, Vater und Kind, schweigsam wird das Osso Bucco gegessen, während das Radio verkündet, dass Laurie Anderson in ihrem Zweitwohnsitz in Wien ums Leben gekommen ist. Mysteriöse Umstände seien noch aufzuklären.“

So einfach alles zusammenmixen?

Ja.

Und für dich selbst Oralfreuden auftischen?

Ich habe Hunger und musste gerade daran denken. Weiß ja keiner.

Und weiter? Wie bringst du ausnahmsweise unter?

In etwa so: „Im Gedenken an die großartige Künstlerin wird ausnahmsweise zum Nachtisch ein Glas Schaumwein von Rittberger genossen.“

Du meinst Schlumberger.

Was?

Die Sektsorte, die du meinst, nennt sich Schlumberger.

Ah. Auch gut. Für Recherchen habe ich bei fünfzehn Minuten keine Zeit.

Und das alles, nur um dich danach für dieses Gefasel bebauchpinseln zu lassen?

Es geht doch um Spaß, ums Ausprobieren. Es ist ein Spiel.

Na dann, noch viel Freude damit. Mir bleibt der Sinn verschlossen.

So ein Reinfall.

Was? Das Wetter?

Nicht Rheinfall! Es war ein Reinfall, dir das näher bringen zu wollen.

Stimmt. Ich hau dann mal ab.

Nimm den Hinterausgang. Ich hab den Schlüssel für die Haustüre verlegt.

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11 Kommentare

Eingeordnet unter a G'schichtle

11 Antworten zu “Zum Schreiben eingeladen

  1. Du hast Dir noch einmal 10 Worte dazu gedacht?

    • Ungefähr – ja. Ich hab geschrieben und dann eine imaginäre Liste erstellt.

      • Lässt Du wirklich die Uhr mitlaufen?

      • Ich glaube, es ist mein rechtes Auge, das kurz vorher und gleich danach in die linke untere Ecke des Bildschirms schielt. Gerundet reicht mir, wobei es ab zwanzig Minuten keine fünfzehn mehr sind.
        Einschreiben tu ich mich nicht, darüber nachdenken auch nicht. Das ist das Dumme. Sobald ich die Wörter gelesen habe, lassen sie mich nicht mehr los und jedes Basteln im Kopf wird schon fast als Verrat bewertet. Darum geht es gleich los.

        Und Du?
        Wie lange hast Du in Wirklichkeit für Deine < 70 Worte gebraucht?

      • Ob Du es glaubst oder nicht, es waren weniger als 15 Minuten. Ich wollte eine etwas andere Geschichte schreiben, aber dann waren ruckzuck 6-7 Worte „aufgebraucht“, so dass ich die Geschichte schnell zu Ende brachte. Die meiste Zeit ging dann für das Verlinken drauf. Ich habe nicht genau darauf geachtet, aber würde auf 10 Minuten tippen. D. h. ich habe 5 Minuten „gut“.

      • Wenn man es genauer mit dem Zeitlimit nähme, könntest du die 5′ versteigern.

      • Man könnte ja in der nächsten Runde nur Beiträge akzeptieren, die [20] Minuten nach Veröffentlichung der 10 Worte eingereicht werden.

  2. Hinterausgang ist gut! 😀

  3. Ha, deine Frau Anderson ist auch gestorben, Mensch, die Arme, gleich 2 x tot und dabei quicklebendig.

  4. Ach wie herrlich,
    Köstlich jederzeit,
    Dein Humor!

Dazu möchte ich gerne sagen:

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