Als wär’s ein Leben

Kisten werden angeschleppt, Kabelschlangen liegen unsortiert, Plakate auf dem Boden verstreut, Bohrer da, Klebeband dort, Hammer, Nagel, Taschenlampe.

Bekannte und bequeme Wege werden kurzzeitig versperrt und schließlich nachhaltig verändert.

Denn irgendwann ist die Ausstellung aufgebaut und eine neue Routine entsteht.

Darin herumwandern, ein Döschen mopsen, dafür den Hinweis zur nächsten Blutspendenaktion zurücklassen. Glasscheiben werden befingert, Kopfhörer liegen schludrig auf der Kiste und ein Plakat hängt mit loser Ecke.

Aus nigelnagelneu wird gebraucht und erlebt.

Dieses Spiel vollzieht sich eine Weile.

 

Bis es Zeit ist.

 

Im Vergleich zum Anfang geht nun alles schnell.

Runter,

auseinander,

weggeworfen,

eingepackt.

Zurück bleiben drei Tische und ein Stück Klebestreifen.

Der Platz, erst auffallend leer, wird nach und nach wieder von den Passant:innen in Beschlag genommen.

Wenige Tage später bemerken jene, die die Ausstellung nie gesehen haben, nicht mehr, dass hier etwas fehlen könnte.

Einzelne nur werden hin und wieder sagen: Weißt du noch?

 

 

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7 Kommentare

Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie, just Life

7 Antworten zu “Als wär’s ein Leben

  1. Erzähle mir vom Inhalt der Ausstellung, ich bitte sehr.
    Ich gehe auch am nächsten Samstag wie immer Blut spenden.:-)

Dazu möchte ich gerne sagen:

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