Ich habe mich verschwiegen

Rotkäppchen habe ich gesehen. Wie es mit dem Wolf sprach. Der weitbekannte, rufvorsichhertragende, spitzohrige Wolf. Warnen hätte ich sie wollen.
Mädchen, hör nicht auf ihn!
Ich sah zu, wie sie lachte, ihm an den Lippen hing und mit ihm schäkerte.
Wie er sie von ihrem Ziel abbrachte, der rechte Weg kaum noch zu erkennen.
Ungeblendet und dafür mit Sicherheitsseil hätte ich ihr nachjagen können. Seine Blicke und Worte hätten mich nicht verschreckt. Hätte ihr vom Weg ab folgen können, ihr immer noch eine Warnung in ihr Ohr wispern. Sie zum Umkehren anspornen.
Ich sah aus der Ferne zu.
Sie ist alt genug, eigene Entscheidungen zu treffen, murmelte ich für mich und wandte mich ab.

Schon der erste Fall hätte Grund genug zum Handeln sein können. Es war noch einmal gut gegangen, Hänsel und Gretel wie durch ein Wunder sicher nach Hause gekommen. Als Unbeteiligte nahm ich wahr und wusste: Das hat etwas zu bedeuten. Ich sah mich um. Wer hatte es noch bemerkt? Wer würde den Fall aufgreifen und handeln? Wer war zuständig?
Ich war nur eine Unbeteiligte, die beobachtete und für die alles nach größerer Bedeutung roch.
Als die Kinder verschwanden, blieb mir ein übelkeiterregendes: Ich wusste es!

Es ging nur um Kreide. Harmlos. Kreide verkaufte ich hin und wieder. Kein Ding. Aber dieser eine! In Gegenwart dieses Wolfes bekam ich immer wieder Gänsehaut. Mutig fragte ich – dennoch mit unsicherer Stimme – wofür er denn Kreide brauche. Unschuldiges Verkaufsgespräch. So à la: Mal wieder was zu flicken? wenn jemand beim Schneider eintritt. Darum normal, wenn ich beim Verkauf frage, wofür. Die Antwort habe ich nicht geglaubt, dennoch habe ich nicht gelogen, dass ich keine Kreide mehr hätte.
Ausgegangen, wäre doch einfach zu sagen gewesen.
Wer erklärt es der Mama-Geiß?

 

Ich habe mich verschwiegen.

 

 

Advertisements

93 Kommentare

Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie

93 Antworten zu “Ich habe mich verschwiegen

  1. Wie lange ist man noch das naive Rotkäppchen und warum sind nur Mädchen in den Geschichten naiv? Nunja…ich frage mich immer wieder, ob und wann man sich einmischen sollte. Aber die Antwort fällt mir nicht immer leicht.

    • Mir scheint, es sind nicht nur Mädchen so naiv, allerdings haben die Jungs dann oft Glück, gerade weil sie so unbedarft waren. – Keine leichte Antwort. Ja. Und meist sind da nur Sekunden zum Entscheiden und viel Zeit zum Nachdenken.

      • Es ist immer wieder eine Abwägung, wann es mich eigentlich etwas angeht und meine Einmischung zu einer besseren Situation führt.

      • Wenn man es immer wüsste!
        Ich denke an einen Nachmittag im Schwimmbad und wie oft ich davon ausgehen könnte, dass meine Einmischung nur etwas besser machen kann…!
        Oder von der Untreue wissen, was zum Beispiel meine Freundin betrifft. Geht mich das etwas an? Wenn ja, wie viel?

      • Hm…also bei fremden Leuten mische ich mich eh nicht ein. Und bei Freunden…nun, ich würde einen Freund niemals verraten, aber er würde starke Probleme mit mir bekommen, wenn ich für ihn lügen müsste.

      • Irgendwie gibt es auch hier Ähnlichkeiten bei den Männern 🙂

      • Wie meinst du das? Ich steh gerade auf dem Schlauch…

      • Das habe ich schon mehr als einmal gehört, dass sich Männer an den untreuen Teil des Paares direkt wenden würden und ganz klare Grenzen beim „Mitspielen“ setzen.

        Oder… ich überlege gerade, ob ich die Frage bisher immer nur mit Männern diskutiert habe…

      • Frauen machen das nicht? Die Käthe zumindest schon. 😉

      • Käthe ist ne Powerfrau und sowieso und überhaupt nicht zu vergleichen.

        Ich werde wohl zur Erweiterung meines Horizontes einmal ein paar Frauen befragen (das mache ich direkt, dazu brauche ich die Körpersprache 😉 ).

      • Okay, mach das mal. Und wenn das ein Punkt ist, wo Männer und Frauen sich unterscheiden, dann wird es da höchste Zeit für Gleichberechtigung. Frauen, passt euch da an, es tut euch gut 😉

      • Ich werde diesen Hinweis in meine Recherchetätigkeiten im Feld mitnehmen und bei Bedarf weitergeben. Sollte es plötzlich statistisch signifikante Beziehungsstatusänderungen in einem 1700-Seelendorf geben, ich schicke das Schneiderlein, um sie dir auf die Fahne zu heften.

      • Oh, ich werde die Fahne nur ungern tragen, da ich gegen Sexismus und seine Auswüchse bin. Somit würde mir eine solche Aussage wohl widersprechen oder nicht? Herrje, nun verwirre ich mich schon höchst selbst ^^

      • Haha – der Gedanke huschte mir auch vorüber, als ich deine Zeilen las.
        Du könntest die Aussage ja statt geschlechtsbezogen allgemein gültig formulieren. Ganz unabhängig davon, was meine Interviews ergeben (repräsentativ werden sie sowieso nicht).

      • Okay, ich warte mal die Ergebnisse deiner Interviews ab 😀

      • Abseits jeder Blödelei las ich in Deinem Kommentar bitterböse Realität, Freundschaften betreffend. Einer Freundin, auf dem besten Wege die liebste mir zu werden, sah ich ihr Geheimnis an. Ich konnte ihrem Mann nicht mehr in die Augen schauen. Verraten habe ich sie nicht, doch wir sind keine Freundinnen mehr. Eine bittere Erfahrung, wahrlich. Ich denke, es ist immer wieder abzuwägen, jedes verdammte einzelne mal, ob wir eingreifen oder nicht. Einfacher wird’s wohl nicht.

      • Was dafür auch immer wieder die Möglichkeit bietet, einen Fehler nicht zu wiederholen.
        Insgesamt hat handeln und nicht-handeln einfach jedes Mal Folgen…
        Sagen uns die Märchen nicht manchmal auch, dass man auf Umwegen zum Ziel kommt. Durch Blödeleien womöglich?

      • Ich darf ausnahmsweise beim Du bleiben, sonst wird’s ganz blickverwuschelnd:
        In meinem geschilderten Fall hatte ich keine Chance, etwas richtig zu machen. Wir waren mit dem Paar befreundet, sie rückte näher in mein Herz. Dann die Erkenntnis und Beichte und die Bitte um Heimlichtuereiunterstützung. Was ich verweigerte. Er fands alleine heraus, verprügelte den Liebhaber, sie warf sich ihm theatralisch vor die Füße, sie vertrugen sich. Er straft mich bis heute mit Verachtung, weil ich ihm es verschwieg, sie aus Scham (Hoffe ich!). Ich kann da nichts draus lernen, ich würde mich wohl genau so wieder verhalten, liebe Marga. Aber ich kann Dir wünschen, daß Du die Entscheidung triffst, mit der Du nachts noch ruhig schlafen kannst. Alles Liebe, Deine Käthe.

      • ein feiner dyalog von euch beiden!

  2. Ein starkes Spiel mit den Worten.

  3. Sie hätten den Schneider um Hilfe bitten können bei Tee und Pflaumenmusbrot. Oder nach Bremen telegraphieren, die dortigen Stadtmusiker sind berühmtberüchtigt für Ihre Verjagerey. Ob’s was geändert hätte? Der Frosch wurde ja auch nicht gewarnt vor dem Harschwandschmiß. Soll Rotkäppchen seine eigenen Erfahrungen sammeln, vielleicht trifft es ja Hans unterwegs. Was für ein Glück!
    Erbsenweherückengrüße, kwietschvergnügt, Ihre Käthe.

    • Kwietschvergnügt wie Sie sind, meine Liebe, schrüben Sie die tolleren Märchen als es das jeweilige Happy End je könnte.
      Apropos Happy End – Und die Moral von der Gschicht: Ein kleiner Einblick ist das Ganze niemalsnicht.
      Dass darüber hinaus zertanzte Schuhe jeden nächtlichen Ausgang rechtfertigen, wir nicht umsonst mit Raben sprechen oder dem Teufel die goldenen Haare entwenden wollen, das versteht, wer es eben versteht.
      Ich wünsche einen bezaubernden Abend, Ihre Marga

      • Den wünsche ich Ihnen auch, meine herzliebe Marga, ich werde bestümmpt von goldenen Tellerchen essen, Strohgedanken zu Geplaudergold spinnen und Rapunzelsalat zubereiten. Ja, ein feiner Plan! Ach, wie gut, daß niemand weiß, daß ich Rumpelpumpelkäthe heiß‘!

      • Und es gilt: Wenn wir nicht gestorben sind, dann leben wir! Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

    • Jaaaa, hier hätte es umgehend Hilfe gegeben. Und heißen Kinderpunsch dazu. 😀

      • Ah, Sie sind die Katze von den vieren? Das fetzt ja! Gut getarnt bis jetzt. Einen Herrn Hund hammwa ja auch schon. Verraten Sie mir Esel und Hahn, bütttöh!

      • Äääääääähm….ne 😀 Bei sowohl als auch halte ich mich raus und denk mir höchstens einen Teil 😀

      • Mist! Ich dachte, ich hätte den ersten Beweis für die Echtheit der Figuren gefunden und daß sie immernoch unter uns weilen. Oooooder, Sie wollen Ihre Tarnung nicht auffliegen lassen, meine liebe Mia… Ha! Mia! Doppelha! Da reicht ein wünziges u dazu… Ertappt!

      • Also ich bin dabei… aber Vorschläge für Esel und Hahn… also da bin ich raus. Obwohl.. mir sicher der eine oder unglaublich viele einfallen 😀

      • Ich wußte es! Der kluge Graue, oh, da fallen mir auch viele ein. Weiß seinen Bariton einzusetzen, selbst wenn seine Stimmlage eigentlich höher ist. Bewahrt die Ruhe und ist der unterste der Famosbande, der, der die anderen trägt.

        Der Hahn wirft sich gern in die jubilierende Brust, besingt die Schönheit eines jeden Morgens und achtet seine Damenwelt. Auch da wüßte ich etliche…

      • Das ist nun äußerst schön und einladend beschrieben. Ja, genauso einen hätte ich bitte gerne. Einen Hahnsel. Für mich allein. Ist das wohl möglich? Ja? Nur einen ?

      • Wenn du die drei Aufgaben vor Sonnenuntergang schaffst, dann wird die gute Fee dir einen Wunsch gewähren.

      • Sonnenuntergang? Schnell Mag, welchen denn? Im Morgenland? Oder Morgen in diesem Land? Gott, ahnungslos überfordert gerade.

      • Wenn das so weitergeht, schaffst du es aber nicht 🙂
        Ich würde einfach mal anfangen.

      • Afk… (längst unterwegs :D)

      • Wunderbar. Erzähl uns dann von deinen Abenteuern!

      • Das hier ist ja alles ganz zauberhaft, doch kann ich keinen für Sie herbeizaubern. Empfehlung: Ausschau halten! So mancher, der gockelig erscheint, ist in Wahrheit ein stolzer Sorgsamhahn, der die seinen beschützt.

      • Zaubern? Wo ist die Doppelherztaste? Also der Gedanke wäre toll.Backen oder häkeln wäre vielleicht eine Alternative?
        Dazu erstaunt es mich immer wieder, wie gut die liebe Käthe es auf den doch so richtigen und wichtigen Punkt bringt. Sorgsamhahn. Ja. Der soll es sein :*

      • Gut, dann wird das in die Abendachtsamkeitsandacht eingepflegt: Einen stolzbrüstigen Jubiliersorgsamhahn für Frau Ahnungslos. Fetzt! Und danke für Ihre Bewohlwortung, meine liebe Mia, ich freue mich hahnigflügelschlagflatterig.

      • Dafür gibt’s zur Abwechslung mal ein stummes Like-Sternchen.
        Oh verd…

      • Stummmagsternchen fetzen! Fast so wie Scheißherzchen…
        Stummmagsternchen, das ist ein bonfortionöses Wort, das pflege ich in meinen Sprachgebrauch ein. Danke, meine Liebe.

      • Katzen ist immer alles zuzutrauen!

      • Hammwa nicht? Die Frau Mia habe ich ebendst schon überführt. Mal sehen: Ihr musikalisches Verständnis, mein lieber Herr Hund, könnte ein Indiz sein, daß Sie ebenjener Herr Hund sind. Könnten Sie gerade mal den Mond anheulen? Was? Bewölkt? Mist!

      • Sie übersehen da etwas, das Vornehme im Herrn. Ja, ich bin dem Mond zugetan, doch heule ich nicht, sondern führe einen ganz passablen Strich. Ich spiele die Violine, müssen Sie wissen. Und auf Wolken achte ich nie.
        Ginge das für das auzuführende Märchenquartett?

      • Ah, ich ahnte die zartsachten Veränderungen, doch im Geläufe der Zeiten Sie derart kultiviert wiederzufinden, Sie sehen mich angemessen beeindruckt. Vergeben Sie mein Gejauleansinnen, Violine also. Wie machen Sie das denn mit dem balancieren, wenn Frau Mia(u) Sie berückt?

      • Herr Hund! Die armen Miatätzchen!

      • Man müsste nun manche Mama oder einen Papa fragen, wie sehr sich Gejauleansinnen und Violine widersprechen…

  4. Du fragst ganz einfach den treuen Heinrich um Rat.
    Der hat schon dem Froschkönig gesagt, nur wer dich an die Wand klatscht, kann dich retten.
    Du erinnerst dich, als du neben ihm auf dem Kutschbock saßest sagte auf die Frage seines Herren ob der Wagen bräche…nein Herr, der Wagen nicht, es ist ein Band von meinem Herzen, das da lag in großen Schmerzen, als Ihr in dem Brunnen saßt, als Ihr noch ein Frosch gewaßt.
    Und dann schau von ihm ab, sei treu bis zum Herzbruch und steh deiner Freundin bei. Sie wird dich brachen über kurz oder lang…und dazu musst du ihr nicht einmal etwas verraten…

    • Fehlende Buchstaben bitte bei Herrn Hund abholen;-)

    • Diesen Teil mag ich sehr gerne! Heinrich, der Wagen bricht… Ach, Kindheitserinnerungen!
      Beistehen ja, dabei ehrlich bleiben auch. Soweit das zusammen geht, gut.
      Erzähl uns doch mal wieder ein Märchen, Arabella. Du kannst das so einmalig.

      • Wollen wir die Zeit nutzen bis zum nächsten Märchen und ein Weihnachtslied singen…?

        Wer könnte anderen zur Ehrlichkeit verhelfen, wenn nicht du…
        In einer Zeitschrift las ich heute über Vergebung…und immer wieder bin ich erstaunt…

        Ach, und in meiner Erinnerung hat der Müller die Kreide zuerst verweigert, erst als er selbst mit dem Tod bedroht wurde, gab er sie weiter.

        So, ich sing dann mal los…<3

      • Da ich an „Gotteslohn“ glaube, verhelfe ich manchmal tatsächlich 🙂

        Warum bist du über Vergebung erstaunt? Was an dem Artikel hat dich erstaunt?
        Erzähl mir/uns bitte – bitte – bitte.

        Kommt wohl auf die Fassung an. Jetzt, wo du es sagst, klingelt etwas… aber höchstens in der gelesenen Variante. Die Märchenstunde kam ohne Verweigerung aus, wie mir deutcht.

        Ich singe heute:
        Well, sing, sing at the top of your voice,
        Love without fear in your heart.
        Feel, feel like you still have a choice
        If we all light up we can scare away the dark

      • „Vergebung hat nichts mit Versöhnung zu tun“ las ich u.a.
        Darüber denke ich nach.

        Dein Lied ist herrlich, meins hörst du morgen und bis dahin ist ein Märchen zu dir unterwegs.

      • Und nichts mit Vergessen.

      • Ja, so scheint das zu sein, zumindest hier.

      • Hier?
        Überregional, örtlich, vierwändig, herzwändig zu verstehen?

      • In dieser Welt, zu dieser Zeit.

        Vierwändig ist es so wundervoll warm das herzwändig reine Liebe wohnt.

      • Tatsächlich frage ich mich hin und wieder, auf welche dieser Ebenen ich gehöre.

      • Das liegt am Alter.
        Lach mich nicht aus, ist so.:-)

      • Mama-Tiere lache ich nicht aus. Nun ja. Selten. Und wenn, dann liebevoll.
        Außerdem ist mein Alter vielfältig.

      • Das sagtes du schon mal…
        Nachti

      • Im Märchenland gilt es erst ab drei (Mal).

        Nachti – sagtest du schon mal 😉

        Schlauf wohl

  5. Ist Märchenverhinderung eigentlich strafbar? Würde das einmal klären.

    Und ansonsten in dem was kein Märchen ist, sondern Leben, gibt es kein Nicht-Tun und alles hat eine Konsequenz. Überblickt aber nicht jeder und immer. Auch weil es ja nicht nur so Eindeutigkeiten sind wie ein Wolf.

    Ich schätze diese deine Doppelbödigkeit, wenn sie denn beabsichtigt war.

    Die Bremer Stadtmusikanten könnte ich mir sehr gut vorstellen und denke wirklich nach, wer Esel und Hahn abgeben könnte.

    • Da ich auch mitspielen möchte, mache ich freiwillig den Esel.
      Er schleppt Lasten, ist gutmütig und manchmal bissel störrisch. Passt. Und schon meine Haarfarbe zeichnet mich für die Rolle des Meister Grauohrs aus.

    • Doppelbödigkeiten werden also geschätzt, aber nur, wenn sie beabsichtigt waren. Einbödigkeiten eher nicht? Was, wenn es einen doppelten Boden plus Falltüre oder am Ende märchenhaft angehaucht schlicht drei?

      Die Verhinderung eines tauglichen Märchens muss natürlich verantwortet werden. Vor der Königin, indem drei Symbole nebst sieben zauberhaften Tugenden vorkommen. Und gewinnen tut natürlich immer nur der oder die Jüngste.
      Oi… damit bin ich raus. Die Ziege Meck-Meck-Meck hat mich auf dem Gewissen.
      Doppeloi… wenn ich über tierische Vertreter nachdenke!

  6. Ja Teufel noch mal *Rumpelstilzchenmäßiges Gehupfe* wie so oft frage ich mich „worum geht es hier in den Kommentaren eigentlich???“ Entweder sind hier alle vieeeeel subtiler als ich, oder fast alle sind im freien Assoziieren unterwegs ???? 🙂

    Mir gefällt jedenfalls „ich habe mich verschwiegen“ und finde es interessant darüber nachzudeken, ob es schlimmer ist sich zu verschweigen oder sich zu verplappern …

    • Ich glaube, das spielen mit Worten ist manchen wichtiger…

    • Vertrau mir! Hätte ich nicht die rückwärtige Zuordnung, ich fände mich im zauberhaften Kommentatös:innenwald auch nicht zurecht.
      Oder ich meine es überhaupt nur und jage im Grunde Irrlichtern hinterher.

      Egal. Freie Assoziationen sind jedenfalls auch erlaubt.

      Das war im Grunde auch mein Ausgangspunkt. Es gibt ja nicht nur Momente, an denen man lieber still gewesen wäre, sondern auch solche, die einem nahe gehen, weil man eine Chance zum Sprechen verpasst hat.

      • Uffff, da bin ich beruhigt, so hatte ich es auch verstanden 🙂
        Mir geht es ja überwiegend eher so, dass ich mir wünsche doch lieber den Mund gehalten zu haben 🙂

      • Überwiegend heißt für mich, dass du die einzelnen Ausnahmen erst recht nicht verpassen solltest! 🙂
        (Außerdem pflege ich in solchen Dingen nach Möglichkeit die direkte Umgebung zu befragen. Die Sicht, ob es besser gewesen wäre… ist manchmal sehr individuell 😉 )

      • Sehr wahr, liebe Marga ……..

      • Aber die stechen dann auch raus, womit die Wahrscheinlichkeit erhöht wird!

  7. hättewärewenn…
    immer wieder schön darüber zu träumen, denkend zu schwelgen,
    ich denke, also bin ich…
    ein träumerle?!

  8. Hat dies auf kleinstadtkunst rebloggt und kommentierte:
    schöne Worte.

  9. Beeindruckende Gedanken – fürwahr. Wenn wir nur immer vor einer Handlung schon wüssten… dann wüssten wir, wo und wann eingreifend zu handeln und wo es zu unterlassen sei.

    Morgenblauhimmlischganzstille Grüsse aus dem besinnlichen Bembelland

    • Und dann soll es auch noch vorkommen, dass weder tun noch lassen zu einem angenehmen Ergebnis führen…

      Schneeflockentanzgrüße aus den Bergen

      • …wie das?
        Schneeflöckchentanzende Grüsse aus dem winterlichen Bembelland

      • Eine Beispielvorstellung:
        Mama schimpft mit Kind auf eine in meinen Augen unangemessen forsche bis gewaltige Art.
        Variante 1) Ich mische mich ein, bekomme nicht nur das Fett der Mutter ab, deren Freundin kommt um die Ecke und macht gleich mit. Das Kind, immer noch weinend, wird ebenso forsch und gewaltig wie vorher am Arm gepackt und von mir Verrückten weggezerrt.
        Ich ertappe mich beim Gedanken: Hätte ich bloß nicht…
        Variante 2) Ich sage nichts, werde aber von dem Gedanken an die Szene und dem schlechten Gewissen in Bezug auf mein Nichthadeln verfolgt.

        Beides keine angenehmen Ergebnisse. Was nicht bedeutet, dass beide falsch sind. Aber das richtige ist nicht immer Blümchenduft und Dank von allen Seiten und das Ende vom theoretischen Plan B werden wir nie erfahren.
        So in etwa meinte ich das.

        Schneeflockentanzgrüße aus der warmen Stube

      • Treffliche Beispiele, die ich gut nachvollziehen. Enbenso den Satz, dass das Richtige nicht immer Blümchenduft sein muss.
        Sonntagsiebensonnigeiskalte Nachmittagsgrüsse aus dem verzauberten Bembelland

Dazu möchte ich gerne sagen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s