Wirrsinn [14]

Warst du schon einmal am Grand Canyon?

Nein.

Was denkst du? Wie lange bleibt man an einem wunderschönen aber lebensgefährlichen Abgrund stehen, bis man sich dann wieder abwendet?

 

 

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39 Kommentare

Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie

39 Antworten zu “Wirrsinn [14]

  1. Ich?
    Nicht eine Sekunde…

  2. Ein bisschen länger.

  3. Lange. Sehr lange.
    Weil es so viel zu sehen gibt, obwohl Mensch im ersten Moment meint, es sähe fast gleich aus.

    Lange. Sehr lange.
    Um die Tiefe und Größe auf sich wirken zu lassen und Mensch sich plötzlich klein fühlt.

    Lange. Sehr lange.
    Um zu hören wie der Canyon die Geräusche der Menschen verschluckt und sich Stille ausbreitet.

    Lange und doch viel zu kurz, weil die Zeit dort eine andere Dimension hat und das Leben eines Menschen im Vergleich zum Canyon nur ein Wimpernschlag ist.

    Lange. Sehr lange und oft, denn kaum etwas anderes hat mich so tief und unvorhersehbar beeindruckt.

  4. Gute Frage. Ich würde gern die tiefe Weite wahrnehmen wollen. Vielleicht würde ich auch den Gedanken des so nahen Endes mal durchspielen. Aber irgendwann wird es kalt und anstrengend und dann gehe ich wieder. 🙂

    • Neben aller Träumerei bist du doch Pragmat 🙂

      • Ja, leider schon. Verstehe mich nicht falsch, ich hätte schon Lust, dann einfach abzuspringen und loszufliegen, aber ich bezweifle, dass ich mutig genug dafür bin.

      • Das ist doch mal eine Idee: Einfach Anlauf und Hopp!
        Arme ausbreiten + Jauchzen nicht vergessen.

      • Und dann schütteln doch alle den Kopf, weil es mit dem Fliegen nicht funktionierte…

      • Wenn es ein Einmeter-Sprung war, dann vielleicht schon. Ansonsten werden eher die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, vors Gesicht gehalten oder … heutzutage … die Handys gezückt.

        Ich hab natürlich an einen entsprechenden Rucksack gedacht, damit das mit dem Fliegen sicher klappt.

      • Achso…ja, solch ein Rucksack hätte etwas…ich frage mich, ob ich dafür genug Mut hätte. Aber die Vorstellung gefällt mir.

  5. Ich würde noch nicht einmal an den Abgrund gehen –> nicht schwindelfrei. 🙂

  6. „Wunderschön“ und „lebensgefährlich“ sind beides meine/deine Einschätzungen. Ich bleibe so lange wie ich will. Und dann gehe ich. 🙂

  7. Lange genug, um zu begreifen, daß ich egal wie lange ich da stehe, das Ausmaß der Schönheit nie ganz erfassen werde und kurz genug, um die Lebensgefahr innenhäutig aufzunehmen.
    Marga, Ihre Gedankengänge sind schlichtweg grandios anregend. Danke dafür mit Feinstknicks, Ihre Käthe.

    • Ist es nur für mich interessant, dass die Schönheit nicht ganz erfasst wird, die Lebensgefahr aber innhäutig aufgenommen?
      Sie merken, es denkt weiter.

      • Dazu müßte man das Verhältnis von Langegenug zu Kurzgenug benennen können. Wie lange braucht mein Körper, um alle Schönheit der Welt zu erfassen und wie lange, innere Alarmsignale zum Selbstschutz auszulösen?
        Gutenmorgengrüße an meine Denkschöne, herzlichst, Ihre Käthe.

  8. melcoupar

    Ich wundere mich nicht mehr. Ich werde es einfach genießen. Die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt. Danke. Melanie

  9. Als ich dort stand,
    vor einigen Jahren,
    da wollte ich gar nicht mehr weg,
    gar nicht mehr weiter,
    aber ich musste,
    so nach ca. 2h,
    denn ein Termin
    in Kalifornien stand an,
    ein sehr wichtiger…

    • Das ist auch eine Variante. Wenn man wei´, dass was anderes wartet.

      • …nun, wäre der Termin nicht gewesen, dann hätte ich versucht zum Colorado hinab zu gelangen…

      • Manchmal gibt es ein Vorwärts, an das man gewohnheitsmäßig nicht denkt.

      • Unbedingt!
        Im nachhinein muss ich sagen, dass es sehr gut wahr, nicht zum Fluss hinab vorwärts zu gehen, obwohl mich das damals auch sehr reizte, sondern weiter zu fahren, zum geliebten Pazifik, und dort inmitten von Delfinen zu schwimmen und mit ihnen zu sprechen…

  10. melcoupar

    Da bin ich wieder und stehe immer noch …:-) Manchmal fühlt sich das Weggehen vom Abgrund an, als würde ich hinunter fallen. Es ist dann nicht ganz deutlich für mich zu unterscheiden. Hab einen schönen Abend. Lieben Gruss. Melanie

    • Erzählt mir was! Immerhin, ich glaube, ich stehe fünf Schritte abseits. Zum Durchatmen und an etwas anderes denken ganz fein.
      Du, wusstest du, dass es außer Abgründen auch sonst noch eine Welt zu entdecken gibt? Manchmal scheint mir der Gedanke ganz neu.

      Wenn du Lust hast, dann komm doch mal ein bisschen weg von da vorne für ein Spiel, ein Gespräch oder so 😉

      (Du warst ja eine Biene auf meinem Blog!)

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