Einfach liegen

Man könnte beim schnellen Drüberdenken meinen, zu liegen ist die einfachste Sache der Welt.

Vielleicht manchmal. Meistens.

Wenn man liegen muss, sieht es anders aus; für mich ist auch das Treibenlassen im Meer eine weitere Kategorie.

„Du musst dich nur hinlegen und nichts tun!“ – Ja, toller Rat.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich an diesen Punkt kam und noch heute erobere ich bei den seltenen Meerbesuchen die Wasserweite langsam und Atemzug für Atemzug. Ich werde besser und mutiger.


Im Yoga gibt es eine Asana genannt Savasana. Man nennt sie umgangssprachlich auch die Totenstellung.

Einfach nur daliegen ist es natürlich nicht. Obwohl es schon vorkommt, dass jemand bei der Endentspannung in Morpheus‘ Arme gleitet. Ziel ist der Schlaf jedenfalls nicht.

In Savasana liegt man auf dem Rücken, die Beine etwa schulterbreit geöffnet, die Füße fallen locker nach außen. Die Arme liegen bequem mit etwas Abstand neben dem Körper, die Handflächen zeigen nach oben.

Es können nacheinander (von den Füßen bis zum Kopf) noch einmal sämtliche Muskelpartien angespannt und dann aktiv gelockert werden. Danach liegt man bequem (wem dabei eine gerollte Decke oder ein Kissen an gewissen Stellen hilft, darf diese gerne verwenden) und gönnt dem Körper Entspannung.

Der Atem fließt ruhig und tief, der Geist wird auf einen Punkt konzentriert. Ohne sich anzuspannen – versteht sich. Beliebt ist dafür der Punkt über der Nasenwurzel/zwischen den Augenbrauen, die Brust auf Herzhöhe oder das Sonnengeflecht (Oberbauch) sind ebenfalls Möglichkeiten.

Savasana ist üblicher Weise der Abschluss der Asanapraxis, kann an gewissen Tagen aber auch ganz für sich stehen – meine ich.

 

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11 Kommentare

Eingeordnet unter Yoga

11 Antworten zu “Einfach liegen

  1. melcoupar

    Ich halte Dich für sehr mutig!

  2. Savasana genieße ich immer sehr. Schließlich ist endlich und ersteinmal alles vorbei an all den Verrenkungen. 🙂

    Spaß beiseite tut Yoga wirklich richtig gut; vor allem am Folgetag, wie ich finde.

  3. Savasana ist wie Englisch. am Anfang ganz leicht. Um es gut zu machen aber schwer

  4. Ich persönlich empfinde die sogenannte „Totenstellung“ total anders…

    bei meinen Meditations- und Yoga-Übungen ist sie DIE Stellung, die mir wieder Energie zum Weiterleben schenkt, liebe Marga, mehr dazu hier:

    https://finbarsgift.wordpress.com/?s=erdmeditation

    Liebe Morgengrüße
    vom Lu

Dazu möchte ich gerne sagen:

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