Technik und ich

Vom Jahrgang her werde ich ja bei den digital natives eingeordnet.

Vielleicht wurden gerade vor diesem Hintergrund meine technischen Mitbewohner als bemerkenswert angesehen.

Ich darf also präsentieren:

Bierglas Entgegen dem kleinen Scherz zur Fastenzeit hat dieses Glas eine andere ganz wesentliche Bedeutung. Ohne seine Beschwerung hält nämlich die Klappe nicht mehr.

Kein Grund auszumustern meine ich. Weil ich aber mehr und lieber CDs als z. B. Radio höre, ist es ziemlich wichtig.

Kassetten gibt es im Badezimmer.

 

 

 

 

Laptop

Diese treue Seele war jahrelang mein beruflicher Begleiter und wechselte dann in den privaten Besitz. Das Gewicht meines Methusalems ist mit Reisen nicht wirklich kompatibel, sein Alter für Techniker dafür ein Wunder.

Mein Technikmensch meint ja schon lange, dass es gute Gründe für einen Wechsel gäbe, noch bin ich nicht soweit.

Dass der Akku schon längst nicht mehr funktioniert und auch kleinste Stromschwankungen inakzeptabel sind, nehme ich hin.

 

 

 

Handy

Zugegeben, das hier ist nicht mein privates Handy (obwohl auch jenes schon die markttechnisch vorgesehene Lebensspanne überschritten hat).

Der Vorteil eines solchen Bürohandys: Niemand erwartet von mir, berufliche Mails zu checken, wenn ich  nicht vor Ort bin.

Abgesehen von Telefonaten und SMS tue ich mir sowieso schwer. Ich brauche Platz und den bekomme ich von Mister Methusalem.

 

 

TVDieser TV hat unseren alten Röhrenfernseher abgelöst. Die Verbesserung: Das Bild ist wieder ruhig und klar(er). Mir wurde allerdings gesteckt, dass er dafür schwerer ist.

Bei einem bestimmten Sender sind Tonschwankungen inklusive und das finden wir charmant. Gibt sogar einer romantischen Komödie dramatisch-gruslige Impulse.

Die Schublade steht übrigens offen, weil man sich entscheiden muss: Offen oder zu. Dazwischen liegen oftmals blanke Nerven.

 

Ich mag Dinge und Menschen mit Eigenheiten (abseits irgendwelcher Mode-Wellen und Inszenierungen).

 

 

 

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14 Kommentare

Eingeordnet unter just Life

14 Antworten zu “Technik und ich

  1. Pati

    Find ich suuuper! 😀

  2. Mir gefällt das gut, Dingen eine Seele zu geben und nicht dem neuesten Schnickschnack hinterher zu laufen…

    • Ich nutze nicht einmal die Möglichkeiten dieser alten Geräte, darum habe ich ein paar Motivationen weniger, etwas Neues zu kaufen…

  3. Haha, wunderbar! Ich mag sie auch, diese Dinge und Menschen mit Eigenheiten.
    Im Moment springt der hiesige Wagen nicht mehr an, Anlasser kaputt, nur mit Anschieben oder bergrunter geht`s, zugegeben etwas umständlich… reparieren lohnt sich diesmal leider nicht mehr, er wird den TÜV nicht schaffen. Da geht diesmal wirklich nichts, sagt der Werkstattmensch, immerhin hat der Benziner schon 420 000 km auf dem Tacho. Der neue Wagen ist bestellt und wird nächste Woche ankommen. Und weißt du was? Ich mag mich gar nicht trennen von dem alten…

    • Ach, das kenne ich. An Arbeitstagen ein festes Team, das stiftet auch bei mir eine besondere Beziehung zum Auto. Es gibt diesen Abschiedsschmerz, doch nach ein paar Fahrten werden der Neue und du sich anfreunden und schließlich lieb gewinnen. Man darf sich ja Zeit lassen mit dem Kennenlernen 🙂

  4. Charmant. Techniker raten davon ab, den Dingen Namen zu geben, warscheinlich weil die tatsächliche Lebensdauer unter der werksseirig angegebenen liegt und ein plötzliches dahinscheiden verstörend sein kann. Meiner Erfahrung nach bewirkt es aber genau das Gegenteil, sie leben länger. Mein „Herr Lehmann“, seines Wesens nach ein Laptop – aus einer Zeit in der es noch kein IPhone gab, ist in Menschenjahren gerechnet 138 Jahre jung, vergisst viel (Festplatte hat defekte Sektoren), etwas inkontinent (wirft unregelmäßig externe Speichermedien raus), sieht nicht mehr gut (Grafikkarte schafft hohe Auflösungen nicht mehr), das Display hat einen grünen (Pixel-)Star und unter Leistung pfeift der CPU-Lüfter wie das Triebwerk einer Boeing 747, ganz zu schweigen von beihnahe beängstigend menschlichen Schnarchen im StandBy-Modus (macht er tatsächlich!). Es ist halt mein Herr Lehmann…

    • Wunderbar beschrieben! Wie alt meiner ist, kann ich nicht genau sagen, deutlich war aber die große Bereitschaft, ihn mir einfach mit nach Hause zu geben. Das Boeing-Rauschen nehme ich zuweilen als Ohrwurm mit ins Bett.

      Schön, von dir zu lesen!
      Dir und Herrn Lehmann wünsche ich einen guten Wochenbeginn!

  5. Heißt das, wenn Du gleichzeitig Bier und Musik konsumieren möchtest, benötigst Du einen Strohhalm? 🙂

Dazu möchte ich gerne sagen:

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