Ohne Worte

Beim letzten Durchsuchen der Hosentaschen vor der Wäsche findet sie einen Fünfeuroschein. Klein zusammengelegt aus vergessener Zeit. Für den Moment legt sie ihn vor dem Spiegel im Badezimmer ab.

Tags darauf liegt das Geld auf der gegenüberliegenden Seite. Neben der Niveadose. Seine Hälfte. Sie holt den gefalteten Schein, positioniert ihn erneut und eindeutig am ganz anderen Ende der Ablage.

Zwölf Stunden später wiederholt sich das Spiel.

Danach noch einmal und noch einmal.

Sie hält das kleine Quadrat in den Händen und ändert die Taktik. Faltet das Papier auseinander und ganz neu zusammen. Zu einem kleinen Herzen. Nun legt sie es für ihn auf seine Seite.

Was folgt?

Beim nächsten Badezimmergang befindet sich das Herz eingeklemmt in ihrem Schränkchen.

Nebst fünf Euro gibt es Freude und Lächeln an Zinsen dazu.

Und die Moral von der Geschicht?
Da berufe ich mich auf die Überschrift…

 

 

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7 Kommentare

Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie, just Life

7 Antworten zu “Ohne Worte

  1. Bei uns heißt sowas…Waschgeld;-)

  2. Sehr schön. Solche Zeichen malen die Liebe bunt.

  3. Linn-Kristin

    Made my day. 🙂 🙂 🙂

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