Du bist, was du…

…liest (bzw. gelesen hast).

Was, wenn ich die großen Namen im Buchregal aber aussortiere? Fällt dann auch ein Teil von mir weg? Sollte das Buch respektive sollten die Ideen darin nicht eher in meinem Kopf – vielleicht sogar Herz – angelangt sein als an der Wand zu verstauben? Für wen stehen die da? Was sind eigentlich große Namen?

Ein mutiger Anfang wird versucht. Es hilft nicht, ausgerechnet ein Wolf-Exemplar mit Notizen zu erwischen. Das war so eine Phase. Wie andere den Namen oder eine Jahreszahl enthalten. Als seien sie ein Stück Tagebuch.

Die vollgekritzelten Klaffen dürfen vorerst sowieso bleiben. Eine Bekannte bestimmte, dass ihre Töchter diese ohne zu lesen nach ihrem Tod verbrennen sollen. Ich weiß noch nicht. Klar ist im Moment ihre Unantastbarkeit.

Aber ich schweife ab. Tut man ja gern in solchen Situationen. So habe ich auch jonglieren gelernt…

Eines hilft mir dann doch! Das Wissen, dass sie alle noch da sind. In Regalen stehen. Einst besaß ich drei Büchereiausweise, derzeit genügt einer. Die Regale sind nie leer. Ich brauch sie nicht bei mir festzuhalten.

Was wohl aus mir wird, wenn ich den Griff löse?

Ich denke (wieder mal) an Anatol und Elie.

Scheint an der Zeit, einiges praktisch zu erfahren.

 

 

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7 Kommentare

Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie, gefunden

7 Antworten zu “Du bist, was du…

  1. majorneryz

    Anatol und Elie haben es geschafft, mich zu überzeugen: Bücher, die nicht gelesen werden, sind unglücklich! Man sollte sie nicht horten und ihren Lesern vorenthalten. Sobald man ein Buch gelesen hat, das man nicht unbedingt noch ein zweites, drittes, viertes Mal (oder auch: unzählige Male!) lesen möchte, sollte man es in den Lesekreislauf zurückgeben. So achtet man auch den Autor: dem ist ja nicht damit geholfen, dass sein Buch hier einstaubt.
    Wir haben bei der Arbeit einen großen Bücherschrank für alle Mitarbeiter, in den man solche Bücher einstellen und seinerseits auch welche rausnehmen kann.
    Natürlich kann man sie auch verkaufen, aber wenn man gelesene Bücher lieber spenden möchte, geht das über solche Bücherschränke super. Oder einfach bei der Bücherei fragen: oft nehmen die gern Bücher. Aber auch die Flüchtlingshilfe oder andere gemeinnützige Einrichtungen 🙂
    Viel Erfolg beim Bücherverschenken wünschen Anatol und Elie 🙂 (und ich natürlich auch!)

    • Danke für die lieben Grüße und die tolle Ergänzung. Verkaufen wollte ich sie eh nicht. Ich bin tatsächlich eher der Flohmarkt-, Bookcrossing- oder Schenker-Typ.

  2. Aussortieren macht auch Spaß!

  3. … kommt mir bekannt vor, irgendwie… aber eine lösung habe ich auch noch nicht gefunden, weil dann hier und da doch die eitelkeit reinpfuscht 😀

    • Was wären wir ohne unsere Eitelkeiten! Die eine und andere liegt im Moment auf einem Stapel. Ich werde es Schritt für Schritt ausprobieren 🙂

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