Nummer zwei – Der Brand

Es roch wie früher, wenn die Selchkammer in Betrieb war. Oder nach dem Funkenfeuer des ersten Fastensonntags. Nur war das eine längst Vergangenheit, das andere an einem ganz anderen Moment des Jahres ein Fest.

Das ganze Dorf war eingehüllt in Feuerschwaden, welche uralte Instinkte und Reaktionen hervorriefen. Niemand war entspannt oder ruhig. Alles in Alarmbereitschaft, auf zusätzliche Informationen aus, betete oder machte Fotos – wie man das mittlerweile bei Unbegreifbaren zu machen scheint. Als wäre es dann besser zu verarbeiten. Ein Display zwischen sich und der Wirklichkeit schützt vor persönlicher Betroffenheit oder emotionalen Flutwellen.

Die Informationen im Grunde und im Nachhinein einfach: Mitten am Tag brennt aus unbekannter Ursache ein Bauernhof bis auf die Grundmauern nieder. Neben Hühnern und Schweinen ist nicht klar, ob weitere Opfer zu beklagen sind. Die große Unbekannte, die sich nicht von Nummer drei loseisen lässt. Nach all den Jahren nicht.

 

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7 Kommentare

Eingeordnet unter a G'schichtle

7 Antworten zu “Nummer zwei – Der Brand

  1. Möcht ich nicht erleben…

  2. Hoffentlich sind keine Menschen zu Schaden gekommen …
    Gute Nacht.

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