Nummer drei – Olivia

Erst die Nummer drei hat aus diesem einen Tag ein Unglück über Jahre gemacht.
Nachdem der Hund ein Rätsel aufgab und das ganze Dorf geräuchert war, sämtliche Gespräche und Ohs und Wehs sich um die Familie nunmehr ohne Hab und Gut drehten, stellte sich heraus, dass das Schlimmste noch auf die Gemeinschaftsseele wartete.

Olivia war verschwunden.

Eine süße Kleine. Fünf Jahre alt. Brauner Lockenkopf. So erinnere ich mich.
Am Abend sortierten sich alle zu Hause ein und das Mädchen fehlte.

Sobald am folgenden Morgen alle ihre Frühstücksbrötchen hatten (es war ein Samstag), wussten alle Bescheid. Bisher hatte es keine Opfer – menschliche zumindest; wir wollen den Hund ja nicht vergessen! – zu beklagen gegeben. Olivia wurde unweigerlich Thema Nummer eins, wenngleich sie niemals losgelöst von den anderen Ereignissen diskutiert werden konnte.

Der Brand war gelöscht, die Gerüchte brandeten auf.

Mit Fakten wird es ab hier schwieriger, ich halte mich an das, was ich zumindest selbst zu hören bekam.

 

 

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4 Kommentare

Eingeordnet unter a G'schichtle

4 Antworten zu “Nummer drei – Olivia

  1. Suchen – und beten.

    Lieben Gruß.

  2. Au-ha, das ist eine gute Geschichte, so schon (und sogar ohne den Vorläufer-Teil); und: achje.

Dazu möchte ich gerne sagen:

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