Archiv der Kategorie: faszinierend

Mit frischen Augen

Kennt ihr das? Etwas Bekanntes wird über andere in ein neues Gewand gesteckt, so dass ihr plötzlich von Faszination gepackt seid? Klar, es ist „nur“ ein Gewand. Aber es tut gut, so manches wieder als das Wunder sehen zu können, das es ist.

Daniel Hager hat, nach eigenen Worten, im Zug ein wenig „geschnipselt“ und ich spüre ein Staunen und die Dankbarkeit, hier wohnen zu dürfen.

 

11 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend

Ich kenn dich besser als du dich selbst

Viel wird einem erleichtert mit den neuen Medien. Rechtschreibung zum Beispiel. Oder vielgetippte Worte werden automatisch vorgeschlagen; ja ganze Wortwendungen und Satzbauteile. Ich finde das selten hilfreich, meist sogar lästig. Warum glaubt man mir nicht, dass ich einkaufen werde und nicht einkaufen würde? Das ist in der Aussage etwas komplett anderes. Traut man (wer?) mir nicht zu, zu wissen, was ich sagen will? Oder bin ich Teil eines Chiffriercodeexperiments? Womöglich habe ich die lernresistente Montagstechnik erwischt.
Ja, ich bin nicht die Höflichste, die immer mit Hallo und Servus beginnt und mit herzlichen und lieben Trallalas endet. Nicht immer. Aber oft genug. Zumindest behaupte ich, den Namen Marga häufiger als der Durchschnittsmensch zu benutzen.

Aber was kommt heraus?

Das!

Ich werfe sich an Montage und fünften Uhr abhaken. Grüß unf Muss, Eva

Eva! Ich meine, Magda oder Martha – damit lebe ich. Aber ich habe ein M getippt, ein A ein R ein G und ein A. Garantiert! Ich schreib mal wieder einen Brief! Das hat bisher recht gut geklappt…

 

Wen die ursprüngliche Nachricht interessiert:
Ich werde dich am Montag um fünf Uhr abholen. Gruß und Kuss, Marga

13 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend

Zum Lesen verführt

Lange sah ich mich als großen Glückspilz bei Gewinnspielen. Als müsste ich nur mitmachen und dürfte innerlich schon jubeln. Ausschlaggebend dafür war wohl, dass ich im Kindergarten und im Jahr darauf gleich noch einmal für mich völlig überraschend und ohne Zusammenhang Bücher gewonnen habe. Ein wandelnder Glückspilz – das war meine Selbstwahrnehmung.

Die hielt lange an. So lange, bis ich einmal nachdachte, wann ich das letzte Mal etwas wirklich gewonnen hatte. Da waren ein Amsterdamflug, ein Hexenkochbuch und vielleicht noch zwei, drei vergessene Begebenheiten (auch jetzt noch meine ich, das war bestimmt mehr; bestimmt!). Jedenfalls wurde mein Selbstbild nüchterner. Dann bekam ich ein Abo geschenkt, Buchgutscheine und ein Buch über Lachyoga wurde mir völlig losgelöst von irgendeiner Teilnahme mit Glückwünschen zugestellt. Eine Kinderbuchaktion brachte drei neue Pappfamilienmitglieder und schließlich trudelte in letzter Zeit wieder vielfältiges Lesefutter ein.

Ich muss mein Selbstbild erneut revidieren. Tatsächlich bin ich ein Glückspilz!

 

18 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend, just Life

Wirrsinn [26]

Schreiben ist manchmal, als hätte man drei G’Spritzte getrunken.

 

9 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend

Liebe auf den ersten Blick

Wann genau, weiß ich nicht mehr. Wo, umso besser. Mit ein bisschen Intuition und Glück würde ich auch noch den richtigen Tisch finden. An den er sich setzte. Groß, schlank, sportlich mit Hemd und Jackett gekleidet. Seine Bewegungen aufrecht und entspannt, was für einen Mann seines Alters nicht selbstverständlich ist. Seine Haare durch und durch weiß. Und die Augen? Die Augen! Wach, interessiert, freundlich. Er sah mich nicht, ich ihn zum ersten und letzten Mal.

Man müsste über ein paar Definitionen diskutieren, aber seither glaube ich an Liebe auf den ersten Blick.

 

 

7 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend

Auch nur ein Tick

Gedankenverloren drehe ich an meinem Nasenring. Er sitzt auf dem rechten Nasenflügel und es ist ein Gefühl, als würde ich mich mit diesem kleinen Symbol zumindest zwanzig Zentimeter außerhalb der anderen – ungepiercten – Gesellschaft befinden. Unwillkürlich versetzt es mich in eine Kindheitserinnerung zurück. Damals, als es Salzstangen zum Knabbern gab und man diese dazu nutzte, einen ganz coolen Raucher zu imitieren.  Als kenne man ein Geheimnis, das der großen Mehrheit unbekannt ist.

So also drehe ich lässig locker an meiner Nase herum.

Die Crux?

Ich besitze kein Nasenpiercing!

Allerdings mein Gegenüber. Dementsprechend spiegelverkehrt dort an der linken Seite.

Das ist nicht das einzige Beispiel. Gesten, Mimik, sprachliche Besonderheiten, Körperhaltungen. Aus irgendeinem Grund übernehme ich solche Auffälligkeiten immer wieder und immer wieder mit einer Leichtigkeit und Unbewusstheit, dass ich dann zuerst studieren muss, woher sie kommen.

Nasenring? Von der Schwester. Wenn sie wieder abreist, verschwindet auch mein eingebildeter.

An den Knöcheln verschränkte Finger? Arbeitskollegin in der Teamsitzung.

Herrje, ich war echt ein wenig erleichtert, dass der Stotterer an einer Zweigstelle eingesetzt wurde.

Ringe drehen, an Ketten zupfen, Lippen zusammenpressen, Augen nach oben verdrehen, Erzählweisen … Es gibt noch mehr und vermutlich einiges, das ich nicht einmal registriere.

Was aber, wenn es auch mit meinen Gedanken so ist? Dass sie ein Abbild der rundum vorherrschenden oder auffallenden Gedanken sind. Automatische und unbewusste Versuchsreihen meines spielerischen und entdeckungsfreudigen Selbst? Gedanken, die Soletti rauchen und sich dabei gut fühlen. Gedanken, die im Grunde nur ein Tick sind.

Die Idee ist nicht neu. Dass wir Schmerz nur empfinden, weil wir meinen, das gehöre so, ist ein gelbes Geheimnis.

Aus persönlichen Gründen denke ich dieses Konzept seit gestern viel alltäglicher und umfassender. Ein gewisser Leidensdruck geht für mich damit einher und deswegen die Frage: Wie kann ich mich davon abgrenzen und wieder mein authentisches Selbst leben? Denn der Nasenring verschwindet nur mit meiner Schwester und bisher war mir das egal. Aber das mit den Gedanken, das darf ich nicht einfach so hinnehmen.

 

25 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend

Hüstel, Hüstel

Husten, Husten. Und zurück.

Hinterher aber niemals zu spät findet mich dann Biancas Blog. Und dort DUFTEt es so gut, dass er nur Nice Smell heißen kann. Für alle, die hilfreiche Mittel bei Husten suchen, hat sie hier eine umfassende Sammlung erstellt.

Darüber hinaus widmet sie sich jedem Monat einem speziellen Duft und Alexandra erzählt dazu.

Nun hat natürlich jede:r einen eigenen Umgang mit dem Kränklich-, Marod oder Krank-Sein. Wenn ich dadurch nicht zu passenden Fragen geleitet werde, fehlt mir mehr als nur ein Heilmittel für den Körper.

Lebe die Fragen!

5 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend, gefunden

Weitergedacht: Missverständnis

Eine Freundin hat mich beleidigt. Angenommen. Ich fühle mich herzlos und kühl behandelt. Gar nicht, wie ich es verdiene oder gerade brauche.

Möglichkeit:

Ich frage mich, ob ich glaube, dass sie es absichtlich genau so gemeint hat. Die ehrliche Antwort lautet nein.

Gleichzeitig sind da meine Emotionen und Verletzungen, die ich sehr genau spüre.

Nun habe ich die Wahl. Quasi die Chance zu wählen.

Handle, reagiere oder agiere ich aus dem einen oder dem anderen heraus?

Und für die, die noch folgen können – für mich gibt es noch den Joker aus einer dritten Ebene heraus zu handeln.

 

Denken und Theorie zu diesem Thema somit abgeschlossen.

 

12 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend, just Life

Nachgedacht: Missverständnis

Zum Thema wird ein Missverständnis vor allem, wenn es mit ungewollten Emotionen einher geht. Niemand besteht darauf zu klären, dass es eigentlich eine Beleidigung sein sollte und der andere sich entschuldigen muss, weil er eben nicht beleidigt war.

Wer hat mehr Verantwortung dafür, dass der Inhalt sich geändert hat?

Der Sender resp. die Senderin? Könnte ja die Worte, die Art, die Situation und dergleichen anders wählen. Sollte genau wissen, was in den Worten enthalten ist und noch mehr darauf achten, was zwischen den Zeilen steht.

Der Empfänger resp. die Empfängerin? Eine Phase, Hunger, andere Gespräche und tausend weitere Sachen mischen mit. Darauf könnte geachtet werden, um der eigenen Verantwortung gerecht zu werden.

Von Schuld spreche ich übrigens nicht, da bin ich als Senderin darauf bedacht. (Leider bin ich deswegen auch was Entschuldigungen angeht, etwas ungewohnt…)

Missverständnisse könnten auch nur so etwas wie das Salz in der Suppe des Lebens sein. Ein Aufhänger für eine Begegnung oder ein Gespräch oder einen Richtungswechsel.

Glaub nicht alles, was du denkst.

Ist mir persönlich dazu ein passender (Beg)Leitgedanke.

 

11 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend, just Life

Wirrsinn [24]

Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Nur eine andere Schreibweise.

 

 

6 Kommentare

Eingeordnet unter faszinierend