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Wortwörtlich ist auch nicht optimal

„Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten“

Ein Graffiti

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Dein Zuhören ist wie ein Streicheln der Seele

Es gibt Komplimente, die werden routiniert in den Raum geworfen und ebenso unberührt einmal von Ohr zu Ohr geschleust bevor sie wieder versumpfen.

Du siehst gut aus!

Das schmeckt gut!

Tolle Torte!

Für ein echtes und zu Herzen gehendes Kompliment braucht es meiner Erfahrung nach Zeit. Zeit um es zu formulieren und auch, um es wirken zu lassen. Das dauert länger und ist intimer als gewohnt.

Eine besondere Art des Komplimenteschenkens fand ich kürzlich. Ihr kennt die Anschläge mit kleinen eingeschnittenen Fetzen am Ende des Papiers? Wohnungssuche unter Student:innen, entlaufene Tiere, Babysitter, Tanzstunde, usw.

Warum nicht einmal mit einem Kompliment? Das dachten sich wohl die Intitiator:innen von The compliment project *klick*. Die machen es so einfach, dass es gar nicht leichter geht. Zu gewinnen gibt es lächelnde Mitmenschen und – mal ehrlich – mehr davon ist immer gut.

 

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Wer war ich?

Ein altes Schreibbuch fiel mir in die Hände und ich blätterte kurz darin. Quasi vor dem Zurückstellen. Schließlich blieb ich ein wenig hängen.

Ich weiß, dass ich in Rom war. Mit dem Nachtzug dahin. Aber ich hätte jeden Schwur geschworen, dass ich noch nie ein paar Stunden mit drei Kolumbianerinnen verbracht habe. Nur stand das da blau auf weiß. Mir selbst sollte ich wohl glauben können, oder?

Und Benita Ferrero-Waldner kenne ich. Aus den Medien. Das behaupte ich heute und damals war ich auf einer Lesung mit der Leibhaftigen.

Welch große Tiefen in mir wohnen und die ich nicht (mehr) kenne!

Nie schrieb ich im Glauben daran, dass ich einmal lesen würde. Vielleicht könnte es doch ganz interessant werden.

 

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Fragt und es wird euch geantwortet

Guten Fragen schenkt man weiter. So sieht es Lu von finbarsgift und ich hab mich gefreut, ein paar Antworten dafür zu finden. Danke!

1 In welcher Stadt lebst du?
Genau genommen in keiner. Keiner Stadt. Es ist ein Dorf. Au im Bregenzerwald.

2 Seit wann bist du Bloggerin?
Seit zweieinhalb Jahren.

3 Was hat dich bewogen zu schreiben?
Die Tatsache, dass ich mir einen Namen gebastelt hatte und wissen wollte, wer das war. Es stellte sich heraus, dass ich ich bin. Egal welche Überschrift ich mir gebe.

4 Magst du lieber Zahlen oder Buchstaben?
Interessante Frage. Auf Anhieb? Zahlen. Ich zähle nebst Zaunpfählen, Fenstern und Straßenstrichmarkierungen auch Buchstaben. Rein aus Gewohnheit.

5 Was ist dein liebster Monat, um in den Urlaub zu fahren?
Ganz egal. Beim Urlaub kommt es mir eher aufs Ziel an. Im August bin ich im Unterschied zu dir, lieber Lu, gerne daheim, eben weil das Wetter dann freundlicher gestimmt ist.

6 Welches Ziel hast du derzeit?
The Shower mit drei Bällen lernen.

7 Worüber kannst du dich am meisten ärgern?
Ich überlege noch. Eher bin ich von Dingen genervt, als dass ich mich ärgere…

8 Welchen Beruf wolltest du als Kind immer ausüben?
Lehrerin, ganz klar. Auf Platz zwei und drei weit abgeschlagen Krankenschwester und Hundetrainerin.

9 Was ist dein größter Wunsch?
Dass sich Menschen als Menschen begegnen.

10 Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen?
Ui, schon lange her. Ich glaube mich zu erinnern, dass es „Ooops, die Arche ist weg!“ war.

11 Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?
Ich habe es immer geliebt, wenn ich im Mai auf der Fahrt ins Büro die Sonne aufgehen erleben durfte. Sonnenaufgänge sind mir oft präsenter. Könnte aber sein, dass diese Frage bzw. die Antwort die ganze Sache ins Wandeln bringt.

P.S.: Noch einmal zum Ärgern. Wenn jemand etwas mit Absicht macht, würde ich sagen. Zum Beispiel ein Nein übergehen.

 

 

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Ghörig

Ja, fürs Online-Leben bleibt gerade nicht viel Zeit, aber mir geht’s ghörig – und eine Kollegin von mir meinte einst, mehr bzw. besser bekommt man es von einem Wälder/einer Wälderin nicht.

Hier noch der richtige Beat dazu.
Allfällige Textfragen können per Kommentarfunktion gerne geklärt werden.

(Ghörig von Penetrante Sorte – für alle, die mal wieder nichts sehen…)

 

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Hüstel, Hüstel

Husten, Husten. Und zurück.

Hinterher aber niemals zu spät findet mich dann Biancas Blog. Und dort DUFTEt es so gut, dass er nur Nice Smell heißen kann. Für alle, die hilfreiche Mittel bei Husten suchen, hat sie hier eine umfassende Sammlung erstellt.

Darüber hinaus widmet sie sich jedem Monat einem speziellen Duft und Alexandra erzählt dazu.

Nun hat natürlich jede:r einen eigenen Umgang mit dem Kränklich-, Marod oder Krank-Sein. Wenn ich dadurch nicht zu passenden Fragen geleitet werde, fehlt mir mehr als nur ein Heilmittel für den Körper.

Lebe die Fragen!

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Was Angst gut kann

Dazu möchte ich anmerken, dass Angst kein guter Ratgeber ist, auch wenn sie uns viele interessante Stunden bereitet.

aus: Eva von William Paul Young

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Eine Frage zu Allerheiligen

Radio gehört nicht zu meinen fixen Tagbegleitern. Ebenso wenig wie Kaffee am Morgen.

Dahinter steckt allerdings kein Prinzip und so habe ich heute im Bad eingeschaltet. Es war kein Sender eingestellt und ich musste kurz suchen.

Beim ersten Lied höre ich gerne aufmerksam hin. Welcher Impuls wartet? Welche Zusammenhänge erwachen dazu in meinem Kopf?

Ich finde, für den heutigen Tag passte es außerordentlich gut.

If tomorrow never comes
Will she know how much I loved her?

Darf man sich an Allerheiligen schon mal fragen. – Und (bei Bedarf) danach handeln.

 

 

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Ich würde es Laster nennen…

… wenn es eine Last wäre.
Wenn ich Fragen lese, fangen sich Antworten an zu formen. Und so habe ich gerechnet, getüftelt, kann die Welt mittlerweile neu erklären (das war die Voraussetzung!). Mein Name sei MAMA kennt da kein Pardon. Ich hingegen kein Zögern. Es folgen also meine Antworten, weil mir die Fragen so gefielen. Wenn ich irgendwann an den Punkt komme, selbst fragenswerte Fragen zu produzieren, werden alle Stöckchen und Awards der letzten Jahre weitflächig ausgeworfen. Macht euch bereit! (Aber noch nicht zu bald)
Zur Überbrückung:

a) Numerik, Numismatik, Philatelie – was ist dein spannendstes Hobby?
Puh! Spannung. Span-nung. Spannung in meinem Leben. Spannend für andere. Spannen. Gegenteil von entspannen. Wo strenge ich mich denn an?
Die vollständige Antwort würde somit lauten: Mein spannendstes Hobby ist das Dehnen er Hinterbeinmuskulatur.

b) Welches Wort würdest du sofort abschaffen, wenn du den Duden überarbeiten würdest?
Ich weiß eher, welche Worte ich sehr gerne mag. Abrupt zum Beispiel. Oder parallel. Aber abschaffen? Mir kommen vor allem Gefühle oder Zustände in den Sinn, die ich lieber nicht hätte. Hilflos. Neidisch. Aber da es sie gibt, braucht es auch das Wort, um darüber nachdenken, reden oder schreiben zu können. Vielleicht fällt mir irgendwann eines ein. Dann werde ich dem einen Beitrag widmen. Versprochen. (Und warum heißt es eigentlich versprochen, wenn ich es doch genau so gemeint habe? – Über Sprache und Wörter könnte ich zuweilen vortrefflich diskutieren oder philosophieren…)

c) Was liegt auf deinem Nachtkästchen und warum räumst du es nicht weg?
Ein Buch. Was schräg ist. Weil a) ich es schon gelesen habe b) ich im Bett nicht lese c) lesen im Bett sowieso unerwünscht ist d) Licht im Bett darauf hindeutet, dass ich anderweitig gebraucht werde e) ich nicht die Frau mit Staubwischen als Berufung bin

d) Sonnenauf- oder untergang?
Welches mehr Buchstaben hat?
Sonnenaufgänge sind mir öfter bewusst.

e) Was würdest du einem Kind für die Zukunft raten?
Da halte ich es mit Jason Mraz: Don’t ever let your mind stop you from having a good time.
Und von mir: Denke einfach daran, dass Menschen auch nur Menschen sind. Jeder tut sein Bestes. Auch wenn es unverständlich ist.

f) Eine Liedzeile/strophe, die dich besonders berührt, dir besonders gut gefällt lautet …
Da gibt es viele. Ein spontaner Auszug:
Aktuell: Lord make me an instrument of thy love.
Alt: No one said it would be easy.
Von einem Urlaub mitgebracht: Nothing matters, Mary, when you’re free.
Mit der Masse gesungen: Was wir alleine nicht schaffen, schaffen wir dann zusammen.
Wissenswert: September 77, Port Elizabeth, weather fine.
Meist ist es eine Kombi zwischen Worten und Melodie. Es gehört fast immer das gesamte Lied/die Geschichte dazu.

g) Bitte vervollständige: Heute ist/war ein schöner Tag, weil …
Die Sonne scheint, nichts schmerzt, innere Ruhe herrscht, ich zu einem Kaffee eingeladen wurde, ich gelacht, gesungen und getanzt habe, draußen war.

h) Wenn du eine Katze siehst, denkst du sofort …
Na, was läuft?

i) Bloggen: Sucht oder Disziplin?
Prinzip der Möglichkeit.

j) Kannst du uns eine Serie empfehlen, die man wirklich gesehen haben sollte?
Ich habe das Gefühl, die jeweils andere Person dazu kennen zu müssen. Männlich/Weiblich? Lustig/Aktion/was fürs Herz?
Außerdem scheue ich mich vor einem Outing. Mein Geschmack könnte peinlich sein…
Außer außerdem: Was  m u s s  man schon gesehen haben?!

k) Wenn man die Sonne im Herzen trägt, wo genau ist dann die Erde zu finden?
In den Mitmenschen, die um einen kreisen.

 

 

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Österreich las

Letzte Woche war große Leseaktionswoche. Ich hatte das große Glück, auf mehrere Arten für mich zu feiern. Einerseits bekam ich in einer tollen Veranstaltung zahlreiche Neuerscheinungen lustvoll und mit Humor präsentiert. Andererseits durfte ich mit einem satten Budget einkaufen und das mit exzellenter Fachberatung.

Dies ist nicht und wird sicher nie ein Literaturblog. Doch ich habe Lust, das eine oder andere Buch zumindest darzustellen. Nicht präsentieren. Das können andere besser und haben darin ihre Berufung. Aber der kleine Auszug meiner Lesevergangenheit (einst auf diesen Seiten) ist ja nicht alles und wird darum bei Gelegenheit durch ein Bild erweitert.

Es wartet ein Stapel. Wie immer. Platz eins hat derzeit Gebete für die Vermissten von Jennifer Clement. Übrigens ein Buch, das ich seit langem, langem wieder einmal geschenkt bekommen habe.

gebete-fuer-die-vermissten

 

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