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Lasciate ogni speranza!

(Lasst alle Hoffnung fahren! – Zitat aus Dante Alighieris Die göttliche Komödie)

 

Janice Jakait – die Frau, die über den Atlantik gerudert ist – hat mich zu diesem Thema gebracht. Sie macht den Vorschlag, nicht in der Hoffnung zu leben. Ja, ich weiß. Anfangs fragte ich mich auch, was daran falsch sein soll.

Stattdessen wähle man das Vertrauen. Es befriedet die Zukunft.

Je mehr ich es in meine Tage einfließen lasse, umso mehr staune ich über diese Wahrheit, die so einfach ist.

Übrigens: Vergebung befriedet die Vergangenheit. Frieden ist möglich!

 

 

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Du lebst zum ersten Mal

Ja, ja, man mag an Wiedergeburt, Seelenwanderung oder ähnliches glauben bzw. davon wissen, dennoch sehe ich:

Hier, heute und jetzt gibt es mich in einer einzigartigen Konstellation. So gesehen stimmt es, ich lebe zum ersten Mal.

Darauf bezieht sich ein Kalendergedanke, der mich diese Tage begleitet und der mich derart wohltuend und erleichternd berührt, dass ich ihn an dieser Stelle sinngemäß wiedergeben mag:

Du lebst zum ersten Mal. Ist das nicht Grund genug dir die eigenen Fehler und Schwächen zu verzeihen?

 

 

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Zirka Halbzeit

„Jeder kann zaubern,

jeder kann seine Ziele erreichen,

wenn er denken kann,

wenn er warten kann,

wenn er fasten kann.“

(Hermann Hesse)

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(Werden und) Vergehen

 

Diesen Artikel muss will ich hier teilen.

Mit gehöriger Verspätung kam er zu mir. Titelt sich „Ganz am Ende“ und hat 2016 den Reporterpreis bekommen. Ganz zu Recht, sage ich.

„Gerade in einer Gesellschaft, in der Tod weniger als Gewissheit, sondern als Folge schlechter Lebensentscheidungen gilt.“

Was passiert beim Sterben? Wer sieht was und benennt es wie? Warum ist es immer ein Blick von außen und wie kann man doch ein wenig Einblick gewinnen?

Es ist Roland Schulz, der es versucht und atemberaubend schafft.

Aber lest selbst: Ganz am Ende

 

 

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Worauf wir achten

Wir kennen das Phänomen. Plötzlich sind alle schwanger. Haben Krebs. Heiraten oder lassen sich scheiden.

Erlebe ich Menschen im Straßenverkehr, welche sich mir zuvorkommend verhalten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch ich so reagieren werde. Kann. Will.

Auf den Punkt gebracht kann man sagen: Worauf wir achten, wird mehr.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein achtsames Jahr 2018, in dem wir vermehren, was uns wichtig ist!

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Wie schreibt man das?

Es gibt Fragen, die tauchen in ganz bestimmten Momenten auf. Wenn man einen Satz schreiben will und plötzlich nur noch rätselt.

Folgendes vorangestellt:

Der Künstler malt.

Der Müller mahlt.

ABER: Beide ma??en!

Wie würdet ihr die letzte Aussage schriftlich festhalten? Bzw. kennt jemand die korrekte Antwort?

 

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Seit ich ein Kind hab´

Mit einem Kind ändert sich das Leben ziemlich. Die Welt sieht anders aus, man kennst sich selbst nicht mehr und kommt mit wesentlich weniger Schlaf aus.

Die Wiener Sänger Christoph & Lolo haben das hübsch verpackt und sozusagen eine Checkliste erstellt. Mal sehen…

Seit ich ein Kind hab‘, lächeln mir wildfremde Menschen einfach zu.

Seit ich ein Kind hab‘, mach‘ ich Früchtekuchen statt Tiramisu.

Seit ich ein Kind hab‘, geht’s mir immer bestens, vielen Dank.

Seit ich ein Kind hab‘, hab ich Augenringe und bin ständig krank.

Seit ich ein Kind hab‘, pass‘ ich nicht mehr in die engen Hosen rein.

Seit ich ein Kind hab‘, hab ich Spucke auf dem Arm und Rotz am Bein.

Seit ich ein Kind hab‘, vertrag‘ ich keinen Alkohol mehr.

Seit ich ein Kind hab‘, respektiere ich Nichtraucher.

Seit ich ein Kind hab‘, hasse ich Hundebesitzer.

Seit ich ein Kind hab‘, hassen mich Hundebesitzer.

Seitdem ich ein Kind hab‘, bekomm‘ ich keine Osterhasen mehr, ich kauf‘ sie selber, und verpack‘ sie und dann schenke ich sie her.

Und seitdem ich ein Kind hab‘, red‘ ich gerne über mich und ich beginne jeden zweiten Satz mit „Seit ich ein Kind hab‘,…“.

Seit ich ein Kind hab‘, sag‘ ich nicht mehr Kot und Harn,

seit ich ein Kind hab‘, sag‘ ich „Gacki“ und „Lulu“.

Seitdem ich ein Kind hab‘, verfluch‘ ich Hello Kitty und ich hasse Winnie Pooh.

Seit ich ein Kind hab‘, glauben Leute, dass man mir vertrauen kann.

Seit ich ein Kind hab‘, schrei‘ ich regelmäßig Autofahrer an.

Seit ich ein Kind hab‘, hab‘ ich immer einen Haufen Obst im Haus.

Seit ich ein Kind hab‘, kenn‘ ich mich im IKEA aus.

Seit ich ein Kind hab‘, hat mein Badewasser 37 Grad.

Seit ich ein Kind hab‘, weiß ich, welches Gasthaus einen Hochstuhl hat.

Seit ich ein Kind hab‘, ekelt mir vor überhaupt nichts mehr.

Seit ich ein Kind hab‘, liebe ich meinen Geschirrspüler

Seit ich ein Kind hab‘, denk ich, was hat sich der Architekt gedacht.

Seit ich ein Kind hab‘, frag‘ ich mich, welches Geräusch ein Fuchs wohl macht.

(vollständige Liste unter www.vater-sein.at/seit-ich-ein-kind-hab)

 

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Wortwörtlich ist auch nicht optimal

„Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten“

Ein Graffiti

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Dein Zuhören ist wie ein Streicheln der Seele

Es gibt Komplimente, die werden routiniert in den Raum geworfen und ebenso unberührt einmal von Ohr zu Ohr geschleust bevor sie wieder versumpfen.

Du siehst gut aus!

Das schmeckt gut!

Tolle Torte!

Für ein echtes und zu Herzen gehendes Kompliment braucht es meiner Erfahrung nach Zeit. Zeit um es zu formulieren und auch, um es wirken zu lassen. Das dauert länger und ist intimer als gewohnt.

Eine besondere Art des Komplimenteschenkens fand ich kürzlich. Ihr kennt die Anschläge mit kleinen eingeschnittenen Fetzen am Ende des Papiers? Wohnungssuche unter Student:innen, entlaufene Tiere, Babysitter, Tanzstunde, usw.

Warum nicht einmal mit einem Kompliment? Das dachten sich wohl die Intitiator:innen von The compliment project *klick*. Die machen es so einfach, dass es gar nicht leichter geht. Zu gewinnen gibt es lächelnde Mitmenschen und – mal ehrlich – mehr davon ist immer gut.

 

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Wer war ich?

Ein altes Schreibbuch fiel mir in die Hände und ich blätterte kurz darin. Quasi vor dem Zurückstellen. Schließlich blieb ich ein wenig hängen.

Ich weiß, dass ich in Rom war. Mit dem Nachtzug dahin. Aber ich hätte jeden Schwur geschworen, dass ich noch nie ein paar Stunden mit drei Kolumbianerinnen verbracht habe. Nur stand das da blau auf weiß. Mir selbst sollte ich wohl glauben können, oder?

Und Benita Ferrero-Waldner kenne ich. Aus den Medien. Das behaupte ich heute und damals war ich auf einer Lesung mit der Leibhaftigen.

Welch große Tiefen in mir wohnen und die ich nicht (mehr) kenne!

Nie schrieb ich im Glauben daran, dass ich einmal lesen würde. Vielleicht könnte es doch ganz interessant werden.

 

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