Archiv der Kategorie: just Life

Ich hätte gern von anderen, was ich brauche…

Da werden einmal Räder angehalten, die als unanhaltbar angesehen wurden; Zeit wäre als Geschenk für viele (beileibe nicht alle) derzeit greifbar.

Und was machen wir?

Wir suchen neue Schwungräder und schieben und ziehen, um nur ja nicht das Gefühl zu verlieren, dass vierundzwanzig Stunden für einen Tag zu wenig sind.

Noch nie habe ich so viele Nachrichten/Videos/Audiofiles innerhalb einer Woche geschickt bekommen. Nicht nur eine WhatsApp-Gruppe sieht von ihrem ursprünglichen Verbindungsgrund ab und ich bekomme von bekannten und unbekannten Menschen Dinge geteilt, die dafür reichen, fünfzig Personen mit je einer eigenen Ansicht auszustatten.

Mir ist das zu viel. Ich merke, dass ich mich tatsächlich auf diese Extraportion Ausnahmezustand à la Zeitfüretwas,wassonstimAlltaguntergeht, gefreut habe.

Und ich frage mich: Warum gefreut habe? Warum brauche ich überhaupt einen äußeren Grund dafür?

Offenbar hege ich das Bedürfnis, gewissen Dingen und Handlungen weniger (oder mehr – je nach Perspektive) Raum zu geben. Also mache ich das. Und die Verantwortung liegt prächtiger Weise (auch das ist Ansichtssache 😉 ) in meiner Hand.

Und so fordere ich nicht von anderen oder irgendwelchen universellen Kräften, was ich brauche, sondern ich handle so, wie es mir entspricht. Schließlich wird Selbstverantwortung schon immer groß geschrieben.

 

 

 

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Bei der Erdmutter (1/6)

In mir beginnen alle Pfade

Und münden wieder in mich ein.

Ihr sollt am nächtlichen Gestade

Für eine Zeit wie schlafend sein.

(Marie Luise Kaschnitz)

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Vom Unbeschreibbaren und essentiellen Erkenntnissen

Der Aufhänger für die letzten Beiträge waren meine gelesenen Reisen. Weit bin ich ja noch nicht gekommen. Und überhaupt: Wo war ich in den Wochen seither?

Ich habe mich in Europa und Amerika getummelt und dabei etliche Erkundungen unternommen. Selbiges mit Claire und Jamie und wer sie kennt, der weiß alles. Wer die Highland-Saga nur vom Fernsehen kennt, ahnt ein bisschen und den anderen kann ich es nicht beschreiben. Auf den objektiven Punkt gebracht handelt es sich um eine acht (bzw. neun in englisch) bändige Serie mit jeweils 1000 Seiten+. Anfangs ging ich ja von drei Bänden aus und habe mich darauf eingelassen. Dass es dann mehr war und ich nicht aufhören konnte/wollte, bedeutet, dass ich überall und in fast jeder freien Minute gelesen habe. Anders schafft man so ein Pensum nicht und das ist auch der Grund, warum ich nach einer mehrbändigen Lesereise immer froh bin, wenn ich wieder Boden unter die Füße bekomme. Ein Teil meines Hirns bleibt nämlich für die Dauer der Reise stets in der Geschichte und das ist schön und anstrengend zugleich. Meine Söhne mögen es mir verzeihen und ich werde versuchen mich daran zu erinnern, wenn sie mir auch erst beim fünften Mal Rufen ihr Ohr leihen.

Wobei wir schon bei meiner aktuellen Station sind. Wieder Deutschland. Ausschlaggebend war die Frage: Wie in aller Welt gehe ich mit diesen speziellen Ausdrucksweisen meines Sohnes um? Und noch dringender: Was mache ich mit den Seiten von mir, die das hervorruft? Ich kenne mich zuweilen selbst nicht mehr, stecke bis über die Ohren in Altlasten oder ich wundere mich einfach nur noch (Kurs in Wundern also frei Haus!). Danielle und Katja haben Erfahrung und geben diese gerne weiter. Ich mag den Austausch mit ihnen und ich lache sehr gerne, wenn ich erkenne: So einzigartig wie man gerne meint, ist man gar nicht. Und es gab auch das erleichterte Aufatmen, wenn ich erkennen durfte, dass es erzieherische Baustellen gibt, die mich nicht betreffen *dreimalaufholzgeklopft*.

Es hilft mir tatsächlich, die Perspektive durch ihre Anregungen zu ändern und an mir und meinem Sohn wiederum neue Seiten zu erkennen. Was es nicht ist – und ich zum Glück nicht erwartet habe – ist eine völlige „Heilung“ oder Änderung hin zu Sommersonnesonnenschein all over. In solchen Momenten, wenn ich im Nachhinein bemerke, da ist noch Platz für Alternativen, merke ich deutlich eines: Sind meine Speicher leer, nützt alles Verständnis nichts. Dann ist da meine Grenze und wer darüber geht, der bekommt die Zähne gezeigt. Somit danke ich den beiden Frauen für ihre Anregungen zu wertschätzender und bedürfnisorientierter Erziehung und halte für mich fest: Selbstfürsorge ist der Schlüssel!

 

Outlander von Diana Gabaldon

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn – Der entspannte Weg durch Trotzphasen von Danielle Graf und Katja Seide

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Penelope

Penelope und ich laufen uns über den Weg. Das ist schön und dumm zugleich. Dumm nämlich, weil ich so schon zu Beginn meiner Weltreise die eigenen Regeln breche.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Jahren eines gelernt: Dass ich wählen kann. Dass ich mir aussuchen kann, die eigenen Regeln zu ignorieren. Vielleicht ist Regel Nummer acht, dass Regeln nicht in Stein gemeißelt sind. Das geflügelte Wort dazu lautet: Ich bin ein Mädchen, ich darf meine Meinung ändern.

Wobei ich sage, es kann genauso gut heißen: Ich bin ein Junge, ich darf meine Meinung ändern. Wie heißt es doch? Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Das ist eine andere Art desselben. Für alle.

Kurz: Wahl haben, Meinung ändern, Penelope.

Ich habe Verständnis dafür, dass es graue Mäuse gibt. Ich weiß, was dazu führen kann, dass man sich manchmal einfach zurückziehen muss – auf die eine oder andere Weise. Und als eine solche habe ich Penelope damals kennengelernt.

Man darf über mich wissen: Manchmal lache ich zu den unmöglichsten Zeiten. Wenn mir jemand von seinen täglichen Kämpfen erzählt, ist mir mitunter nur noch zum Lachen, obwohl vordergründig nichts Humoriges an der Situation haftet. Aber wie aus Penelope, der Königin der grauen Pelznager, jemand wird, der plötzlich in einem Mordfall steckt, da habe ich mich wahrlich auf dem Boden gekugelt. Diese Story war eine Ausnahme von meinen Regeln wert.

 

Solange es Schmetterlinge gibt – Hanni Münzer

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Bereit für das Unerwartete

Österreich, Europa

Mehrmals bin ich versucht, während des Vortrages aufzustehen. Ja, doch! Ich habe es verstanden. Individualität ist die Lösung, Durchschnitt in etwa so, als ob man immer nur in eine Ecke schaut, obwohl der Ball aus allen Richtungen kommen kann.

Was mich bei der Stange hält, ist Herr Hengstschläger persönlich. Er schafft es, bunt, packend und verständlich zu sprechen. Seine Beispiele sind einprägsam und nachvollziehbar. Humor hat er auch, was neben Ahnung von der Materie schon wichtig ist (gerade bei Themen wie Gene, DNA, Meme, Epigene…!). Viele Menschen um mich schreiben eifrig mit. Ich höre aufmerksam zu.

Und der Kaffee ist überraschend lecker für eine solche Veranstaltung.

Später werde ich merken, wie nachhaltig mich der faszinierte und erwünschte Blick auf Andersartigkeit geprägt hat. Wenn sogar Gendegenerationen eine Seite haben, die Sinn ergibt (ganz grundsätzlich betrachtet), dann vielleicht auch der Arbeitsstil meines Nachbars oder das Hobby meines Kindes?!

 

Die Durchschnittsfalle, Markus Hengstschläger

 

 

 

 

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P.S.

Katja und ich teilen übrigens die Erkenntnis, dass schreiben wie lesen eine Ablenkung und Flucht darstellen kann.

Der Weg des Yoga empfiehlt wohl deshalb, sämtliche Konzentration auf Geschichten (egal welches Medium Mittel zu diesem Zweck ist – Tratsch, Buch, Blog, TV…) zu unterlassen. Man ist jeweils einfach nicht im Jetzt.

So gesehen wird eine Selbstreflexion gerade in Bezug auf das dem allem vorangestellten Zitat von Jason Mraz nicht unterlassen.

 

 

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Grundsätze meiner Weltreise

  1. Jeder dieser Erdteile wird besucht: Arktis, Europa, Asien, Australien, Afrika, Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika, Antarktis
  2. Jedes Land wird nur einmal besucht.
  3. Geld spielt keine Rolle bzw. eine sehr marginale.
  4. Ich habe Zeit.
  5. Was ich an Sprachschulungen habe, wird mindestens 1x eingesetzt. *
  6. Es darf ruhig und abenteuerlich, lehrreich und zum Genießen sein.
  7. „Postkartengrüße“ blogwärts

7 ist eine gute Zahl, darum reicht es hier. Mehr Anhaltspunkte, damit ich nicht zum Trudeln komme, brauche ich nicht.

 

* mit Ausnahme der Gebärdensprache

 

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Stationen (m)einer Weltreise

Vulkane spielen in meinem derzeitigen Alltag eine bedeutende Rolle. Viel gibt es zu erfahren und erzählen (z. B. die Geschichte der Fliege). Zudem habe ich mittlerweile einen herrlichen Blick auf einen Berg in schönster Vulkan-Form und je nach Wetterlage werden uns von den Wolken Ausbruchszenarien vorgespielt.

Vulkane also.

Der Popocatepétl ist kürzlich ausgebrochen. Der Arsenal gefiele mir. Da bräuchte ich noch Recherche (will ich so viel auf mich nehmen oder lieber eine leichte Route, die sich einfach so ergibt wählen?) oder Tipps (herzlich willkommen, sobald die spezifische Art meiner Weltreise klar ist >> es gilt fürderhin: to be continued!).

 

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Jenseits der Flucht

Oder: Ich plane eine Weltreise

Jason Mraz singt:

You don’t need a vacation

when there’s nothing to escape from.

Diese Zeilen berühren mich. So arbeiten, sein und tun, dass man nicht mit heraushängender Zunge und blutunterlaufenen Augen beim Urlaub ankommt, der erstens (weit) weg stattfinden muss und zweitens immer zu kurz ist.

Anders gesagt: Leben und lieben da, wo ich gerade bin.*

Gleichzeitig ist es sehr gut möglich, auf Entdeckungsreise zu gehen. Die obigen Zeilen sprechen nicht dagegen; vielmehr noch dafür. Wer auf den Rhythmus seines Herzens lauscht, kann alles. Nur flüchten wird überflüssig. **

to be continued

 

* Stammform dieses Verbs lautet SEIN

** überflüssig…flüssig…FLOW

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Wirrsinn [27]

Wenn nicht mit Liebe überschüttet, kommt es einem Menschenkind wie eine kalte Dusche vor.

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