Archiv der Kategorie: just Life

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Eine Mutter…

Eine Mutter ist achtsam, fürsorglich (aber nicht Helikopter oder Drohne), liebevoll (bedingungslos) und kreativ.

Sie kocht frisch, am besten aus dem eigenen Garten oder lebt zumindest in der Nähe eines Bauernmarktes Biobauernmarktes. Zucker gibt es keinen, genauso wenig weißes Mehl und von Convenience Food kommt ihr nichts ins Haus.

Dorten ist alles sauber (natürlich abbaubare Putzmittel) – aber nicht steril; gesunde Keime heißt das Stichwort. Die Impffrage ist ohne eine Spur von Restzweifel gelöst und souverän umgesetzt. Kleidung wird genäht, gestrickt und gehäkelt. Der Partner ist ein wahrer Schatz und zieht eifrig mit am Strang, die Verantwortung liegt allerdings bei ihr. Deswegen kommt Fremdbetreuung auch gar nicht in Frage. Bei niemandem geht es dem Kind so gut wie bei der Mutter. Ausnahmen sind diese unverzichtbaren Termine, die höchstens einmal im Quartal auftauchen. Die Oma hat die mütterliche Perfektion aber schon im goldstrahlenden „Früher“ vorgelebt und springt von Herzen gerne ein (sie kommt mit dem Fahrrad angereist).

Gestillt wird jahrelang, hingebungsvoll und in aller Ruhe, auch beim dritten Kind. Durch Gesang, Bastelei und Reimsprüche gelingt die kindliche Förderung daheim auf höchstem Niveau. Plastikspielzeug natürlich nicht vorhanden. Engelsgleiche Geduld dafür umso mehr.

Eine Mutter kennt Inhaltsstoffe, ihr Vorkommen, An- und Abbauvorgang, Folgen für Gesundheit und Umwelt.

In diesem Sinne widme ich ihr meine Idee für einen Fastenvorsatz auf den letzten Drücker: Aufhören. Ja! Schlicht aufhören an sich selbst zu arbeiten, besser und perfekter werden zu wollen. Ein Versuch ist es wert.

 

 

 

 

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Magie im Alltag

Wenn ich aufhören würde an mehr zu glauben, als es mit den Sinnen vordergründig wahrzunehmen gibt, wäre ich nicht mehr ich.

Davon bin ich überzeugt und jeder Versuch in eine andere Richtung ist nicht so toll ausgegangen. Vom Kopf aus sein wollen wie man sich andere vorstellt – ein schwachsinniges Verfahren (das sage ich allen, die davon kosten wollen; Paradies und Apfel sozusagen).

So bin ich also gerne bereit die Magie im Alltag zu entdecken.

Trotzdem gibt es Tage, da taucht dieser Satz in mir auf. Ziemlich pampig. Da nervt mich jede und jeder, alles zerrt an den Nerven oder am Körper. Ach, sagt es dann in mir, l… mich doch alle mal am A…! (wer die Situation kennt, kann sicher ohne Probleme die Lücken füllen) Nichts, was ich oft ausspreche, aber eben hin und wieder gedacht bekomme (Distanzierung ist alles! hehe).

Und dann… Dann! Kommt die Magie ins Spiel. Ich bin drinnen in meinem Schneckenhaus und mpf-e vor mich hin. Wie aus dem Nichts kommt eine Karte. Vielleicht noch ein Brief. Eine Mail oder zwei oder drei. Sogar ein Anruf. Oder eine Begegnung, ein Lächeln – es wird immer besser. Und ich merke: Die alle haben den Satz von oben zum Glück genau so verstanden, wie er ausgesendet wurde. Als Notsignal einer Seele, die sich gerade im Kreis dreht und ein nettes Wort braucht.

 

 

 

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Wer ich gerne wäre

Nach wie vor räume ich. Aus. Es ist eine (interessante) Sache, was das in anderen Menschen macht. Und in mir. Ich staune für mein Leben gern!

Wer noch weiß, wie das Konzept funktioniert, ahnt, dass ich gehörig hinterher hinke. Hatte ich nicht gesagt, dass ich mir Freiheiten nehme?! Es braucht doch tatsächlich auch Zeit und ein gewisses Maß an Achtsamkeit, 22 Dinge oder mehr auszusortieren. Ein Maß an Zeit und Achtsamkeit, welches mit einem Zweijährigen am Hosenbein (und überall anders auch) schwer aufzubringen ist. Also splitte ich völlig frei nach meinen Möglichkeiten. Gerade höre ich mich durch meine CDs und will wissen: Regt sich da noch etwas in mir?

Ein interessanter Aspekt beim Sortieren waren und sind ein paar wenige Zeilen im Artikel, welcher die Idee überhaupt erst zu mir brachte. An manchen Dingen haftet der Wunsch, eine bestimmte Person zu sein. Jemand der Spanisch spricht. Oder dermaßen interessante Kalender(einträge) besitzt, dass sie später lesenswert sind. Eine Frau, die sich für dieses engagiert und jenes unternommen hat. Viele Ecken habe ich schon mehr als einmal angesteuert. Da geht noch mehr – und das sage ich ohne Stress. Aber es braucht einige Anläufe, um so manchen emotionalen Kleb zu lösen.

 

 

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Minus 475

Es war ein kurzer Artikel und er lässt mich nicht mehr los. Ein Erfahrungsbericht über eine Aktion mit einem schönen Titel, an den ich mich nicht mehr erinnern. Ziel ist es auf- bzw. auszuräumen. Die Aktion dauert einen Monat. Am ersten Tag wird ein Element weggegeben, weitergegeben, entsorgt. Am zweiten Tag zwei Dinge, am fünfzehnten des Monats fünfzehn und so weiter. Nach dreißig Tagen ist man 475 Dinge leichter.

Dazu gibt es Regeln und Anleitungen, die ich nie nachgelesen habe. Der Gedanke an sich aber beflügelt mich und ich lasse mich gerne anstoßen. So werde ich also mein Umfeld erleichtern und auch wenn die Zahl wahnsinnig aussieht und einen leichten Schub an Stresshormonen auslöst, werde ich mich darauf einlassen. Die Regeln schreibe ich selber. So viel Freiheit darf sein.

Den Anfang macht ein kaputter Wecker, bei dem ich mich sowieso frage, wie der es so lange im Regal hat schaffen können…!

 

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Ich kann alle sein

Was mir am Reisen so gefällt ist das Gefühl, dass alles hinter mir wegfällt, ich in die Richtung blicke, in die es geht, und dabei alle sein kann. Niemand kennt mich. Wir laufen uns über den Weg. Zum ersten Mal. Keine Ideen, Theorien oder Konstrukte um die Person herum. Es ist klar, dass der Fensterplatz  nur für gewisse Stunden belegt ist, dann geht es weiter. Kein Grund anhänglich zu werden. Kein Grund zu trauern und doch ist der Moment ein Fest.

 

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Sterne gucken

Das ist etwas vom Schönen in der dunklen Hälfte des Jahres: Man kann zu regelmäßig wachen Zeiten das Glitzern und Leuchten im Himmel bestaunen. Besonders toll, wenn man abseits von (zu vielen) Laternen oder Fensterlichtscheinen steht.

Wer dabei seine Hände in den unteren Rücken legt und dabei die Fingerspitzen nach unten richtet, hat ein feine Unterstützung und kann sich genüsslich zurückbeugen. Hoffentlich! Es ist ein gutes Zeichen, wenn das gelingt und zudem Training für die Bandscheiben.

Sterne gucken ist also nicht nur was für Herz und Seele, ganz körperlich gesehen für den Rücken äußerst empfehlenswert.

 

 

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Angeflogen

Noch erzählt mir jemand, wie wenig Ironie geschätzt wird. Wie unnötig, fehlplatziert und nicht dienlich sie empfunden wird.

Dann lese ich in einem Buch den Satz: ‚Yep, Ironie ist ’ne feine Sache.‘

Ein Lächeln fliegt mich an. War eine schöne (wenn auch ironielose) Zeit.

 

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Ein Gläschen in Ehren…

… so klingt gefühlt die Einleitung zu: „Hallo, mein Name ist Marga und ich bin…“

Es ist ziemlich schwierig jemanden zu finden, der auch mal mit sich selbst ein Glas Wein trinkt. Um ehrlich zu sein, fand ich bislang nur eine Person. Wir beide gleichzeitig erleichtert, nicht die einzigen zu sein. Soll ja wie ein Warnschild blinken, dieses Alleine-Alkohol-Trinken. Dummerweise gehört diese eine Person zur Familie. Könnte also in der Verwandtschaft liegen. Nicht gerade hilfreich. Aber bei so einer großen Familie findet sich wiederum fast alles. Denk dir etwas aus und lass uns mit den Familienchronisten recherchieren. In den dunklen Ecken lauert so manches und bestimmt sind und waren wir nicht die einzigen zwei, die in der reduzierten Zweisamkeit mit einem Glas so etwas wie Wein trinken mögen.

Einem Weinbroker zeige ich sowieso die kalte Schulter. Erstens ist mein Bedarf nicht groß genug, zweitens hat er in meiner Akte vermutlich bis zu meiner Schuhgröße und meinen Allergien alles gespeichert, aber die Notiz, mich ein Jahr lang in Ruhe zu lassen, ignoriert er derart schamlos, dass ich einfach nicht mehr reagiere. Der Wein ist schon gut, aber der reicht ja noch ein Weilchen hin. So in Ehren…

 

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Dummer Schrank

Ab und zu hilft es, Dinge zu beschimpfen. – Um ein Kind vom Weinen abzubringen. Durchaus ein lustiges Spiel sogar und ich gebe zu, diesen Weg schon gegangen zu sein.

Erst einmal dessen bewusst geworden, fällt mir das praktisch überall auf. Der ist schuld, nur wegen ihr, wenn das nicht gewesen wäre, ginge es mir immer noch wie Gott in Frankreich. Politik, Religion, Beziehungen, Krankheiten – Schuldzuschreibungen verringern offenbar Schmerzen unterschiedlichster Art.

Das einzige, was wir uns fragen dürfen ist, ob wir mit einem Kleinkindverhalten zufrieden sind.

 

 

 

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Lesen – die andere Seite

Lesen ist gesellschaftlich grundsätzlich anerkannt und zählt zu Zeitvertreiben, die positiv konnotiert sind. Viel lesen ist gut und bestimmte Sachen umso besser.

Ebenso en vogue ist Achtsamkeit und das Leben im Jetzt. Bewusstheit im Alltag, Yoga, Tai Chi, Zen, Meditation, achtsames Selbstmitgefühl und viele Angebote und Wege mehr.
Sie bieten – zum Teil auch explizit – eine andere Sichtweise auf das Lesen; vor allem von Romanen. Dieses Eintauchen in Geschichten nämlich ist ein Entfernen vom Hier.

Ja, ich kann das verstehen. Wurde schon darauf hingewiesen, dass ich ein Buch endlich beiseite legen soll. Nicht zuletzt trippeln jetzt auch kleine Füße schnell herbei und klappen den Deckel zu.

Vielleicht eine Überlegung wert.

 

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