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Zum Lesen verführt

Lange sah ich mich als großen Glückspilz bei Gewinnspielen. Als müsste ich nur mitmachen und dürfte innerlich schon jubeln. Ausschlaggebend dafür war wohl, dass ich im Kindergarten und im Jahr darauf gleich noch einmal für mich völlig überraschend und ohne Zusammenhang Bücher gewonnen habe. Ein wandelnder Glückspilz – das war meine Selbstwahrnehmung.

Die hielt lange an. So lange, bis ich einmal nachdachte, wann ich das letzte Mal etwas wirklich gewonnen hatte. Da waren ein Amsterdamflug, ein Hexenkochbuch und vielleicht noch zwei, drei vergessene Begebenheiten (auch jetzt noch meine ich, das war bestimmt mehr; bestimmt!). Jedenfalls wurde mein Selbstbild nüchterner. Dann bekam ich ein Abo geschenkt, Buchgutscheine und ein Buch über Lachyoga wurde mir völlig losgelöst von irgendeiner Teilnahme mit Glückwünschen zugestellt. Eine Kinderbuchaktion brachte drei neue Pappfamilienmitglieder und schließlich trudelte in letzter Zeit wieder vielfältiges Lesefutter ein.

Ich muss mein Selbstbild erneut revidieren. Tatsächlich bin ich ein Glückspilz!

 

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Du bist, was du…

…liest (bzw. gelesen hast).

Was, wenn ich die großen Namen im Buchregal aber aussortiere? Fällt dann auch ein Teil von mir weg? Sollte das Buch respektive sollten die Ideen darin nicht eher in meinem Kopf – vielleicht sogar Herz – angelangt sein als an der Wand zu verstauben? Für wen stehen die da? Was sind eigentlich große Namen?

Ein mutiger Anfang wird versucht. Es hilft nicht, ausgerechnet ein Wolf-Exemplar mit Notizen zu erwischen. Das war so eine Phase. Wie andere den Namen oder eine Jahreszahl enthalten. Als seien sie ein Stück Tagebuch.

Die vollgekritzelten Klaffen dürfen vorerst sowieso bleiben. Eine Bekannte bestimmte, dass ihre Töchter diese ohne zu lesen nach ihrem Tod verbrennen sollen. Ich weiß noch nicht. Klar ist im Moment ihre Unantastbarkeit.

Aber ich schweife ab. Tut man ja gern in solchen Situationen. So habe ich auch jonglieren gelernt…

Eines hilft mir dann doch! Das Wissen, dass sie alle noch da sind. In Regalen stehen. Einst besaß ich drei Büchereiausweise, derzeit genügt einer. Die Regale sind nie leer. Ich brauch sie nicht bei mir festzuhalten.

Was wohl aus mir wird, wenn ich den Griff löse?

Ich denke (wieder mal) an Anatol und Elie.

Scheint an der Zeit, einiges praktisch zu erfahren.

 

 

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Deal mit dem Teufel inklusive

Wenn du eine halbe Stunde Zeit hättest, was würdest du tun?
Zolaskis Fragen beantworten. Anlass war übrigens die Kofferfrage, die mich nicht losließ.

1• bestücke einen Koffer mit 11 Dingen für eine 11 tägige Reise.
3 Unterhosen, 2 Shirts, 1 Jacke, 1 Hose, 2 Paar Socken, 1 Zahnbürste, 1 Apfel

2• welche 3 Bücher würdest du ohne Zweifel empfehlen?
Momo, Narziss und Goldmund, Das Herzenhören

3• wenn das Glück in Bildern darstellbar wäre welche würdest du wählen?
glitzernder Schnee, strahlend blauer Himmel, sprudelnder Wasserfall
(frag mich in einer anderen Jahreszeit wieder und zumindest das erste Bild ist ein anderes)

4• was unterscheidet für dich zwischen Zufall und Schicksal?
der Grad der Unausweichlichkeit

5• du kannst mehr Zeit bekommen im Tausch gegen:
klingt im ersten Moment wie die ganzen Seele-Teufel-Tauschhandel-Geschichten;
ich biete eine ungebrauchte Schachtel Zündhölzer

6• glaubst du an das Unmögliche und wie könnte es beschrieben werden?
ja; als die Grenzen des Denkens und Wissens Überschreitendes (wie zum Beispiel eine fliegende Hummel)

7• welchen Sinn macht für dich Philosophie?
sie lässt Teile in mir schwingen und lebendig sein, die ohne sie vertrocknen würden

8• du könntest nicht die Welt retten aber 3 Möglichkeiten hast du dennoch. Nenne sie.
drei Möglichkeiten wofür? ich bin mir nicht sicher, in welche Richtung die Aufforderung geht;
wenn ich etwas ändern könnte, würde ich die Augen für die Farben der Menschen öffnen, gleichzeitig die Farben des Inneren anknipsen und Ohren für die Harmonie des Seins empfänglich machen

9• es werden Personen gesucht für eine BrainReise ins Jahr 3050. Ausgang ungewiss. Würdest du daran teilnehmen?
Nein

10• nenne 3 Begriffe/ Bereiche die dein Denken * durcheinander bringen.
* ich ergänze ein „Zuweilen“
das menschliche Tun mit Vorsatz zum Schaden von anderen/-m, Gerechtigkeit, To-Do‘s

11• was würdest du nie tun?
ich denke an Balut und sage: das kann ich nicht beantworten; manches kann man (ich) nur in der entsprechenden Situation herausfinden

 

 

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Das sind keine Lieblingsbücher

Manche davon würde ich heute nicht einmal mehr lesen.

Empfehlen viele, aber nicht alle.

 

Was diese Bücher gemeinsam haben: Sie blieben mir – aus dem einen oder anderen Grund – in Erinnerung oder stehen in Verbindung mit Personen, Momenten und Lebensphasen.

Gemeinsames Kriterium: Der Eindruck muss gehalten haben. Mindestens vor drei Monaten wurden sie gelesen oder gehört.

 

Felix Mitterer: Superhenne Hanna

Michael Ende: Momo

Barthe DeClements: Riss in der Seele

Marlen Haushofer: Die Wand

Jan-Philipp Sendker: Das Herzenhören

Birgit Jaeckel: Die Druidin

Günter Grass: Die Blechtrommel

Wilhelm Weischedel: Die philosophische Hintertreppe

Vera F. Birkenbihl: Das innere Archiv

 

Das ist alles?

Mitnichten!

Die ausführlichere Aufzählung hab ich ausgelagert, um nicht unnötig unübersichtlich zu werden. Außerdem interessiert es wohl nicht jede:n.

Hier ein Blick in meinen Lesewildwuchsgarten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kein Material für Banküberfälle

Das wurde mir kürzlich quasi schriftlich gegeben. Mit mir könne man viel, aber bei einem Banküberfall lasse man mich am besten unwissend zu Hause.

Ausschlag gab etwas, das wir uns im Fernsehen ansahen. Aber ist doch wahr! Wer denkt sich schon Serien aus, bei denen es vier Staffeln lang keine einzige Folge zum Ausruhen gibt? Wo man sich freuen könnte, auch nur für fünfundvierzig Minuten, dass jetzt alles einmal im Lot ist. Puh! Schweiß abwischen und durchatmen. Nein, ständig dieser Nervenkitzel. Das macht mich fertig.

Und darum: Bitte! Macht es nicht so spannend!

1495 Euro. Acht Tage.

Erlöst mich endlich und dann treffen wir uns auf eine heiße Schokolade. Oder Kaffee. Oder ein bisschen Vorlesen.

Darum: Danke, dass ihr es nicht auch an anderer Stelle so spannend macht.

Schweiß abwischen, durchatmen.

Und wir treffen uns! Auf eine heiße Schokolade. Oder einen Kaffee. Oder ein bisschen Vorlesen.

WIR TREFFEN UNS! JUCHU!

 

 

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Eine Mittagspause genügt für Urlaubsgefühle

Sitzplätze

Für jeden gibt es die Sitzgelegenheit seiner Wahl. Lesen im „Zug“, im Liegen, beim Kaffee, auf der Bank, lümmelnd im Sitzsack…

lesen, reisen

Da fallen mir spontan die Lesekoffer von Philea’s Blog dazu ein. Einfach anklicken und weiterreisen.

hoch droben

Manche Bücher wollen erobert werden. Da muss man zeigen, dass man es ernst mit ihnen meint.

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Das Leben ist ein Buch. Lies es.

Lesepause

Ein Hoch auf Gleitzeit und Sommerloch.

lesen, lesen, lesen

„Man sollte alles lesen. Mehr als die Hälfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten.“ (Oscar Wilde)

lesen, Kinder

„Ich will für einen Kreis schreiben, der Wunder bewirken kann. Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken. Darum brauchen Kinder Bücher.“ (Astrid Lindgren)

Stadtlesen in Bregenz – direkt am See. Bis Sonntag 17.8.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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