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Alles fließt

Kaum auf die Beine gekommen, schicke ich per Knopfdruck drei Liter den Abfluss hinunter. Es folgt das Warten auf warmes Wasser und das Drunterstellen. Als nächstes was zu trinken und mein Frühstück gäbe es auch nicht ohne.

Wasser.

Ich lese von den Turkana in Kenia, welche, wie viele, viele andere, unter einer Dürre leiden. Schon in der ersten halben Stunde meines Tages kann ich dem Thema nicht entfliehen. Es sind klitzekleine Bewegungen und das flüssige Gold sprudelt aus allen Leitungen. Marshall B. Rosenberg tönt in mir. Er sagt (in etwa), dass keiner jemals vollständig satt sein kann, solange es Hunger auf der Welt gibt.

Dieses Gefühl kenne ich. Wasser ist für mich in erster Linie Genuss, Notwendigkeit, Erfrischung, Reinigung. Oftmals noch selbstverständlich obendrein. Nur, ganz ohne Nachhall geht es nicht. Überschwemmungen oder Dürren, um in bekannten Extremen zu sprechen, schaffen es, wieder in Beziehung zum Wasser und zu Unbekannten zu treten. Wir sind eins. Dieses Bewusstsein ist auch nicht selbstverständlich. Schätzen wir die Momente, die uns das von Zeit zu Zeit ins Bewusstsein bringen.

 

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Keine Zeit für Yoga

Ein Verständnis vom Wort Yoga lautet Integration. Verschiedenes in Einklang bringen. Eins sein/werden.

Dieses Zusammenbringen aller unserer Teile funktioniert natürlich nicht nur auf einer Matte, an einem bestimmten Ort oder in Verbindung mit einer Religion. Nicht einmal die Ernährung ist zwingend vorgegeben.

Kann alles gar nicht sein. Yoga ist ein Weg, eine Haltung, ein Ziel.

An Tagen, da der Gedanke auftaucht: Keine Zeit für Yoga – frage ich mich selbst zurück: Also keine Zeit zu atmen?

Denn was kann verbindender (integrierender) wirken als dieser Vorgang zwischen Außen und Innen?

 

Bewusst aus- und einatmen. Das ist manchmal unendlich viel und sicher unsere Basis. Ohne geht gar nichts.

Spürt man daraufhin, dass der Atemfluss an einer Stelle begrenzt wird, bedrückt, nicht fließen kann oder ähnliches, dann kommt die erste Asana womöglich ganz von alleine.

 

 

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