Schlagwort-Archive: Erinnerungen

Blogleiche

Nein, das hier ist keine Blogleiche und soll auch keine werden. Ich bin einfach Mama geworden und als solche staune ich, wie andere in dieser Situation ein online Portal am Laufen oder Florieren halten, wenn sie nicht sogar Geld damit verdienen. In meiner Realität ist das keine Option. Da haben sich Schwerpunkte verlagert. Schon früher war ich nicht ständig mit dem weltweiten Netz verbunden, jetzt ganz bewusst noch weniger. Zudem wäre mein Filius viel zu erpicht darauf, selbst damit zu spielen. Vorbildfunktion usw…

Und die Zeit? Die verwende ich lieber zum Aufräumen, Ausruhen, Spielen, mich selbst in dem Drumherum Finden.

Natürlich weiß ich sehr gut, was es für eine tolle Zeit war, als die Kontakte hier einen guten Teil meiner täglichen Kommunikation ausmachten und ich finde es schade, dass ich nicht nur zum Schreiben sondern vielmehr noch zum Lesen und Kommentieren anderer Beiträge kaum Platz finde oder schaffe. Der Fluss des Lebens hat mich weitergetragen und so denke ich mit einer kleinen Portion Wehmut und vielen dankbaren und schönen Erinnerungen daran zurück. Außerdem: Zeichen und Wunder geschehen immer wieder. Das weiß ich.

 

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Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie, just Life

Eigentlich

Verwendet jemand das Wort „eigentlich“, streiche ich das zumindest für mich aus dem Satz heraus und höre noch einmal hin.

Eigentlich will ich nicht zurückblicken.

Ich will nicht zurückblicken.

Warum nicht?

 

Es drängt nach vorne und nach Zurücklassen. Deswegen.

 

Wie ein Abschiedshauch fliegen vage Erinnerungen vorbei. Ich winke ihnen.

Als das Jahr praktisch bewegungslos begann. Unter wohlwollenden Händen wurde ich gebogen und getestet. Alles kein Problem. Gell, ich hab in Grunde einen ganz tollen Rücken, scherzte ich und bekam als Geschenk die Worte, die mich bis heute begleiten: Weißt du, wenn es nicht physisch ist, dann ist es psychisch.

Bjäch! rief ich dem des Öfteren entgegen – auch eine Vokabel aus diesem Jahr.

Ich winke dem Wochenende, das mich in die Knie gezwungen hat und mich dadurch lehrte, dass ich wieder aufstehen kann.

Es ziehen vorbei geflüsterte Willkommensgrüße und geseufzte Worte des endgültigen Abschieds.

Hochzeiten, Taufen, Geburtstage und Feiern, bei denen der Bundespräsident nun wahrlich der uninteressante Teil war.

Geld, das viel Freude beim Hergeben gab.

Ein Konzert, das meinen Eins-pro-Lebensjahrzehnt-Schnitt gesprengt hat und mehr als Musik darstellte.

Mut, zum Bleiben und Ansprechen; zum Helfen, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Kinderaugen, die wieder zu strahlen beginnen, huschen vorüber und sind Wärmendes, das ich weitertrage.

Da klingen Fanfaren, die in Morgenstunden mit Blumentopf-Verstärker das Ein und Alles waren.

Ein Farewell dem Zusammensitzen, Zeitvergessen, Lachen, Tanzen und Singen.

Adieu ihr Schmerzen, Zweifel und Ängste.

Ein letztes Hoch auf die vielen Glücksmomente.

Danke für all die Antworten, die immer kommen und im selben Atemzug für die Fragen, die nie versiegen.

Kusshände für jedes Zeichen der Zuwendung und des Gesehenwerdens, wenn ich grad gar nicht daran glauben konnte.

Ein Macht‘s-Gut an alle Stolpersteine, die mich unsichtbar werden ließen, sobald ich Gefahr lief, mich im Schein zu verlieren.

Ich habe an Feuern gestanden, bin im Regen gelaufen, auf der Erde gelegen und habe die Arme im Wind ausgebreitet.

Alles und jedes auf vielfältigtste Weise mit Menschen verbunden. Und wer denkt, das könnte auch ich sein, hat recht!

Eigentlich habe ich nichts getan, außer gelebt.

Ich habe gelebt.

 

Als Hauch zieht dies vorüber, dann wende ich mich um.

Lasse es ruhig still mit Schnee zudecken und bin dankbar für die Stille, die dadurch einkehrt.

Schnee

Das ist alles vorbei.

Es drängt nach vorne und nach Zurücklassen.

Den Blick gen Osten.

Aufbruch.

Hin zum Licht, wo noch Platz für mich ist.

 

 

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Das sind keine Lieblingsbücher

Manche davon würde ich heute nicht einmal mehr lesen.

Empfehlen viele, aber nicht alle.

 

Was diese Bücher gemeinsam haben: Sie blieben mir – aus dem einen oder anderen Grund – in Erinnerung oder stehen in Verbindung mit Personen, Momenten und Lebensphasen.

Gemeinsames Kriterium: Der Eindruck muss gehalten haben. Mindestens vor drei Monaten wurden sie gelesen oder gehört.

 

Felix Mitterer: Superhenne Hanna

Michael Ende: Momo

Barthe DeClements: Riss in der Seele

Marlen Haushofer: Die Wand

Jan-Philipp Sendker: Das Herzenhören

Birgit Jaeckel: Die Druidin

Günter Grass: Die Blechtrommel

Wilhelm Weischedel: Die philosophische Hintertreppe

Vera F. Birkenbihl: Das innere Archiv

 

Das ist alles?

Mitnichten!

Die ausführlichere Aufzählung hab ich ausgelagert, um nicht unnötig unübersichtlich zu werden. Außerdem interessiert es wohl nicht jede:n.

Hier ein Blick in meinen Lesewildwuchsgarten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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