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Mit frischen Augen

Kennt ihr das? Etwas Bekanntes wird über andere in ein neues Gewand gesteckt, so dass ihr plötzlich von Faszination gepackt seid? Klar, es ist „nur“ ein Gewand. Aber es tut gut, so manches wieder als das Wunder sehen zu können, das es ist.

Daniel Hager hat, nach eigenen Worten, im Zug ein wenig „geschnipselt“ und ich spüre ein Staunen und die Dankbarkeit, hier wohnen zu dürfen.

 

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Emotionale Gewohnheit

Wenn ich diese Person sehe, dann fühle ich mich einfach so.

Weihnachten ist bei uns immer so-so.

Immer, wenn ich daran denke, geht es mir so-ho.

Ist es möglich, dass wir uns so oder so-so oder so-ho fühlen, weil es einmal (oder zwei-drei Mal) so war, uns plausibel, gesellschaftlich akzeptiert erschien oder vom Psychologen erklärt wurde? Dass sich die Umstände ändern könnten, wie sie es wollten, wir doch auf die übliche Weise Gefühle entwickeln würden?

Und nur, wenn es ganz, ganz, ganz offensichtlich wäre, dass sich alles geändert hat, würde der Verstand sich dazwischenschalten. Wenn der Weg plötzlich geteert wurde und es deswegen gar nicht sein kann, dass uns die spitzen Steinchen noch Schmerzen an den Fußsohlen verursachen. Eine Ent-Täuschung, ein Entlarven des Phantomgefühls, ein Heben des Maya-Schleiers.

Ist es denkbar, dass das viel häufiger der Fall ist, als wir es bei uns selbst für möglich halten? Dass wir nur so/so-so/so-ho fühlen, weil wir es gewohnt sind?

 

 

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Vom Werden zum Werden oder das Paradox des Schreibens

Wenn du gehört werden willst –

schreibe nicht,

schreie laut.

 

Wenn du gesehen werden willst –

schreibe nicht,

sei deutlich du.

 

Wenn du verstanden werden willst –

schreibe nicht,

steh auf.

 

Wenn du geliebt werden willst –

schreibe nicht,

wisse, du bist es wert.

 

werden

werde

werd

wer

we

w

 

Wenn du sprechen willst –

schreibe nicht,

mach den Mund auf.

 

Wenn du verzeihen willst –

schreibe nicht,

weine darum.

 

Wenn du wachsen willst –

schreibe nicht,

wage Neues.

 

Wenn du Antworten willst –

schreibe nicht,

stelle Fragen.

 

Wenn du lernen willst –

schreibe nicht,

sei dein eigener Lehrer.

 

Wenn du lachen willst –

schreibe nicht,

fühl den Humor.

 

Wenn du trauern willst –

schreibe nicht,

setz dich in deine Gefühle.

 

Wenn du ausbrechen willst –

schreibe nicht,

sammle deine Kräfte.

 

Wenn du Unabhängigkeit willst –

schreibe nicht,

zieh bei dir selbst ein

 

Wenn du bleiben willst –

schreibe nicht,

stell ein Zelt auf.

 

Wenn du werden willst –

schreibe nicht,

mache weiter.

 

 

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Eingeordnet unter ein bisschen Philosophie