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Hingabe an das Werden und Vergehen

Garten

Obwohl oder gerade weil der Schnee alles zudeckt und ich mich ausschließlich gedanklich mit dem Garten beschäftigen kann, war es so schön, sich mit Marlene in den Garten zu setzen. Analogien Raum nehmen zu lassen, Erkenntnisse wachsen sehen, vermeintlich Greifbares sich auflösen spüren, im Frieden sein und gleichzeitig von der Tatkraft geschüttelt zu werden.

Sehr ansprechend fand ich diese ihre Worte:

Wir umhegen und pflegen nur das Wunderbare. – was für ein Satz! Das möchte ich tatsächlich von meinem Garten lernen: dass alle Niederlagen Teil eines Ganzen sind, ein Teil von Wachsen und Welken. Und dass ich manchmal die Rückseite, also das Wachsen, gar nicht sehe, sondern nur das Welken beobachte und denke, das sei die einzige Weise, es anzuschauen.

Worauf wir unseren Blick werfen, das nehmen wir als wahr. Wie oft hinterfragen wir unsere Schlussfolgerungen? Unsere Be-Wertungen von Menschen, der Welt als Ganzem? Könnte man den Schein der Taschenlampe auch auf etwas anderes richten? Was würde das mit meinem Weltbild machen? Warum glaube ich eines lieber als das andere?

Es war ein wertvolles Sitzen. Danke, Marlene!

 

Marlene Fritsch: Mein grünes Glück. Vom Garten fürs Leben lernen.

 

 

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Frühlingsgefühle auf der Arche Noah

Eine Freundin schrieb mir folgende Zeilen:

Hast du auch schon wieder Lust auf frische Salate direkt aus dem Garten, den Duft und den Anblick frischer Kräuter?

Auf sattes Grün und Gänseblümchen?

Den feuchten erdigen Geruch im Frühling?

Ein feines Getränk auf der Terrasse mit frischer Minze?

Wahrlich, bei geöffnetem Fenster und Sonnenschein können solche Frühlingsgefühle aufkommen (obwohl am Morgen noch Schnee gefallen ist).

Das nehme ich zum Anlass, allen, die bereits gerne diese Impulse aufnehmen und in Vorfreude schwelgen, die Arche Noah vorzustellen.

Nicht das alte Schiff aus der Bibel, sondern eine ganz besondere Gesellschaft, die sich nicht weniger für den Erhalt von Leben einsetzt.

Ihr Anliegen ist es, die Vielfalt der Kulturpflanzen zu hegen, zu pflegen und zu entwickeln.
Über das Sortenhandbuch kann viel über seltene Pflanzen, deren Anbau und Nutzung gelernt werden, ganz zu schweigen von der Möglichkeit, den Garten in alter/neuen Vielfalt erblühen zu lassen.

Feiern wir die Vielfalt! (Motto der Arche Noah)

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Wir sind Garten

„Manchmal birgt das echte Leben einfach mehr Realität als ein Mensch alleine ertragen kann. Das Fühlen unserer Gefühle ist der einzige klare und direkte Weg, unsere Herzen von ihrem Schmerz zu befreien. Mach dir keine Sorgen, falls du keinen Mann findest, hast du ja uns. Eigentlich siehst du ja noch ganz gut aus für dein Alter.  Und das Ohr ist nur ein Blütenblatt, das aus dem Herzen wächst, naja, ähm wachsen sollte. Wenn wir einander zuhören, wird alles zu einem Garten.“

Dieser Ausschnitt kommt von Martina Kunze, die ganz viel Spannendes, Schönes und Denkbares durch ihren Blog teilt (vermutlich noch viel mehr – ich habe mit dem Entdecken erst begonnen).

In der zu vielen Realität um uns herum machen sich vor mir viele Menschen sichtbar, die daran leiden und krank geschrieben werden. Das Fühlen der Gefühle wieder lernen, das kann manchmal eine große Hürde sein.

Ich freue mich auf die kommende Gartensaison. Erste Überlegungen und Vorbereitungen dazu gibt es ja schon.

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