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Vom Unbeschreibbaren und essentiellen Erkenntnissen

Der Aufhänger für die letzten Beiträge waren meine gelesenen Reisen. Weit bin ich ja noch nicht gekommen. Und überhaupt: Wo war ich in den Wochen seither?

Ich habe mich in Europa und Amerika getummelt und dabei etliche Erkundungen unternommen. Selbiges mit Claire und Jamie und wer sie kennt, der weiß alles. Wer die Highland-Saga nur vom Fernsehen kennt, ahnt ein bisschen und den anderen kann ich es nicht beschreiben. Auf den objektiven Punkt gebracht handelt es sich um eine acht (bzw. neun in englisch) bändige Serie mit jeweils 1000 Seiten+. Anfangs ging ich ja von drei Bänden aus und habe mich darauf eingelassen. Dass es dann mehr war und ich nicht aufhören konnte/wollte, bedeutet, dass ich überall und in fast jeder freien Minute gelesen habe. Anders schafft man so ein Pensum nicht und das ist auch der Grund, warum ich nach einer mehrbändigen Lesereise immer froh bin, wenn ich wieder Boden unter die Füße bekomme. Ein Teil meines Hirns bleibt nämlich für die Dauer der Reise stets in der Geschichte und das ist schön und anstrengend zugleich. Meine Söhne mögen es mir verzeihen und ich werde versuchen mich daran zu erinnern, wenn sie mir auch erst beim fünften Mal Rufen ihr Ohr leihen.

Wobei wir schon bei meiner aktuellen Station sind. Wieder Deutschland. Ausschlaggebend war die Frage: Wie in aller Welt gehe ich mit diesen speziellen Ausdrucksweisen meines Sohnes um? Und noch dringender: Was mache ich mit den Seiten von mir, die das hervorruft? Ich kenne mich zuweilen selbst nicht mehr, stecke bis über die Ohren in Altlasten oder ich wundere mich einfach nur noch (Kurs in Wundern also frei Haus!). Danielle und Katja haben Erfahrung und geben diese gerne weiter. Ich mag den Austausch mit ihnen und ich lache sehr gerne, wenn ich erkenne: So einzigartig wie man gerne meint, ist man gar nicht. Und es gab auch das erleichterte Aufatmen, wenn ich erkennen durfte, dass es erzieherische Baustellen gibt, die mich nicht betreffen *dreimalaufholzgeklopft*.

Es hilft mir tatsächlich, die Perspektive durch ihre Anregungen zu ändern und an mir und meinem Sohn wiederum neue Seiten zu erkennen. Was es nicht ist – und ich zum Glück nicht erwartet habe – ist eine völlige „Heilung“ oder Änderung hin zu Sommersonnesonnenschein all over. In solchen Momenten, wenn ich im Nachhinein bemerke, da ist noch Platz für Alternativen, merke ich deutlich eines: Sind meine Speicher leer, nützt alles Verständnis nichts. Dann ist da meine Grenze und wer darüber geht, der bekommt die Zähne gezeigt. Somit danke ich den beiden Frauen für ihre Anregungen zu wertschätzender und bedürfnisorientierter Erziehung und halte für mich fest: Selbstfürsorge ist der Schlüssel!

 

Outlander von Diana Gabaldon

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn – Der entspannte Weg durch Trotzphasen von Danielle Graf und Katja Seide

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