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Eine Kiste ist eine Kiste. Wirklich?

Im Wald taucht urplötzlich eine große Holzkiste auf. Der wahre Empfänger liegt noch im Winterschlaf und so spekuliert ein Tier nach dem anderen über Sinn und Inhalt. Schatztruhe? Gefahr? Notfall? Ärgernis? Kunst? Ein jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge und die ist ziemlich schlüssig. Faszinierend auch der Schluss. Selbst als das große Geheimnis gelüftet wird, ist und bleibt eine jede Erklärung bestehen. Es spielt keine Rolle, was die Tatsache ist, für den einzelnen bleibt es Schatz, Angstauslöser, Zwangslage, Stein des Anstoßes oder Kunstwerk.

Und so regt ein Bilderbuch zum Denken an. Wie sehr stecken wir jeweils in unserer eigenen Welt fest? Wie schwer ist es für die Wahrheit, durch den Nebel unserer vorgefertigten Bilder zu dringen? Wo wäre ein Perspektivenwechsel mal große Erleichterung?

Denn daran glaube ich: Die wirkliche Wahrheit, die bleibt. Egal von welcher Ecke man sie betrachtet. Dass nämlich ein (nein, das verrate ich nicht) … in der Kiste ist, das kann keines der Tiere leugnen. Oder doch! Der sprichwörtliche Angsthase bleibt nämlich zu Hause eingeschlossen. Für ihn bleibt wahr, dass dort zu sein, viel zu gefährlich gewesen wäre.

Saskia Hula: Eine Kiste für den Bären

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