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Natur pur aber nach Norm bitte

Es scheint mir schon, dass viele Menschen Schritte zurück zu mehr Natürlichkeit suchen und machen. Beim Essen, bei der Kleidung, in Bezug auf Pflegeprodukte oder bei der Nutzung von Ressourcen.
Nicht nur, weil mich das Schneckenproblem, bzw. die Lösung eines solchen, scheuen lässt, es ist auch der fehlende Platz, der mich von einer größeren Gemüsezucht abhält. Stattdessen habe ich mich für die Gemüsekiste entschieden. Wöchentlich frisch, keine Maschinen involviert, überschaubarer Lieferweg.
Unter Gleichgesinnten wird dann darüber gesprochen. Da ist zu viel Salat und zu groß. Schon wieder Kraut! Ich kann keinen Mangold mehr sehen! Wer braucht so viel Sellerie? Und warum sind die Salate jetzt so mickrig?

Wir leben in Luxus pur und daran gewöhnt man sich leicht. Es müssen nicht die viel besprochenen Erdbeeren im Winter sein. Wir wollen die Dinge einfach so, wie wir sie uns vorstellen, weil wir wissen, dass es möglich ist.

Ich persönlich reorganisiere mein Denken in Richtung Gemüsekiste, indem ich mir vor Augen halte, dass ein Garten im Frühjahr anderes und in anderen Mengen hervorbringt, als im Hochsommer oder Herbst. Es tut gut, sich im Folgen der Natur zu üben. Und in neuen Rezepten.

Natürlichkeit ist nicht immer abenteuerlich und Frohsinn pur. Was nicht bedeutet, dass man ihr nicht mit ebendiesen Qualitäten begegnen kann.

 

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