Tara

Ohne was ist alles nichts? (1)

Gedankenverloren saß Tara vor einer Grußkarte. Bisher hatte sie ihren Tanten zum neuen Jahr immer alles Gute und Gesundheit gewünscht. Standard eben. Doch obwohl man oft zu hören bekam, dass ohne Gesundheit alles nichts sei, stimmte es dieses Mal nicht. [weiterlesen]

 

Prioritätenliste (2)

Es war schlimm. Henni hatte geweint, als Tara ihm von der fatalen Diagnose erzählt hatte. Wie in einem Karussell kamen dauernd Fragen nach Behandlungsmöglichkeiten, Aussichten, Wahrscheinlichkeiten und Zeitspannen. [weiterlesen]

 

Vergessen, um zu leben (3)

„Was, wenn ich vergessen würde, dass ich sterben muss?“, überlegte Tara. Es klang verlockend. Federleicht und daunenweich. [weiterlesen]

 

Gewittertränen (4)

Henni weinte, doch diese Tatsache verunsicherte Tara nicht. Zumindest nicht generell gesehen. [weiterlesen]

 

Knitterfalten (5)

Wenn es mit dem Leben doch genau so leicht ginge, überlegte Tara und beobachtete mit neuen Augen, wie das dampfende Bügeleisen über das zerknitterte Hemd glitt und es glättete, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. [weiterlesen]

 

Henni: Vertrauenssache (1)

 

Überrumpelt (6)

„Sollte eigentlich nicht ich diejenige sein, die eine Liste abarbeitet?“, murrte Tara missmutig und zupfte das Kleid über ihrem Bauch zurecht. „Eine To-Do-Liste, eine Vor-dem-Tod-möchte-ich-Liste?“ [weiterlesen]

 

Aufwachen, aufwachen (7)

Der frühe Morgen entwickelte sich zu Taras Lieblingszeit. Wenn der Verstand noch gegen Nebel kämpfte, die Augen im Zimmer umherwanderten, man alles erkannte und zufrieden, weil unwissend war. [weiterlesen]

 

Erinnern, um zu leben (8)

Wohin Tara auch blickte, heute sah sie nur Dinge, die über ihre Lebenszeit hinausgingen. [weiterlesen]

 

Henni: Vergessene Freunde (2)

 

Man weiß nie (9)

Die kuschelige Decke hatte Tara bis zur Nase hochgezogen, die Kapuze ihres Sweatshirts eng ums Gesicht gebunden und die Füße mit den Armen umschlungen. Gerne würde sie schlafen, doch das schien ihr nicht vergönnt. [weiterlesen]

 

Nur ein Paar passende Schuhe (10)

Tina hatte von den Windpocken gehört und war daraufhin sofort mit ihren beiden Kindern zu Besuch gekommen. Sie war Taras große Schwester und zeitlebens ein bisschen dick. [weiterlesen]

 

Der chaotische Professor (11)

Tara beugte sich tief in ihren Kleiderschrank und hob einen Stapel Hosen heraus. Ganz spontan hatte sie beschlossen, alles auszusortieren, was sie nicht absolut gerne trug oder ihr einfach nicht mehr passte. [weiterlesen]

 

Hin und wieder ganz gesund (12)

Als Schule und Kindergarten nach den Weihnachtsferien wieder begannen, ließ Tara ihre Morgenroutine auf neue Art entstehen. [weiterlesen]

 

Unbezahlbar (13)

Henni betrat die Küche und zog zeitgleich seinen Krawattenknoten lose. Noch ehe er Tara hinter der Theke erreicht hatte, war auch schon das Hemd aus der Hose gezogen und der oberste Knopf am Hals geöffnet. [weiterlesen]

 

Nestwärme (14)

Diesen Samstagmorgen hatte sich Tara erbeten und bekommen. [weiterlesen ]

 

Henniworte zwischendurch

 

Diese eine Sache (15)

Aus einem Abend zu viert wurde nichts. Am Nachmittag erhielt Henni einen Anruf seines Vorgesetzten und nach einem aufgeregten Wortwechsel setzte er sich an den Computer und arbeitete. [weiterlesen]

 

Tempowechsel (16)

Liliane wartete vor der Spielgruppe bis Tara Benjamin übergeben hatte.
„Was ist los mit dir? Du bist in letzter Zeit so eigenartig“, ging sie gleich in medias res. [weiterlesen]

 

Stein des Anstoßes (17)

Tapfer fühlte sich Tara, als sie das Fenster des Internets öffnete. [weiterlesen]

 

Hennis Affäre (18)

„Mein Dornröschen, ich habe Frühstück mitgebracht“, flüsterte Henni ganz nah an Taras Ohr. [weiterlesen]

 

Verzwickte Standorte (19)

Hennis Bruder Timo stand überraschend vor der Tür und nach einem schnellen Gruß wollte er auch schon wissen, ob Henni daheim sei. [weiterlesen]

 

Weiter, immer weiter (20)

Die Autofahrt zu den Schwiegereltern war lang und zermürbend. Offenbar hatten die drei Buben beschlossen, dass sie sich heute in keiner Kleinigkeit einig sein wollten und das wurde lautstark kundgetan. [weiterlesen]

 

Wellness aus Gewohnheit (21)

Maria schnarchte leise im Bett neben Tara. [weiterlesen]

 

Kreislauf mit Nahtstelle (22)

Das Heimkommen war mit Abstand der beste Teil des Wochenendes. Selbst wenn Tara noch hundert Jahre alt werden würde, sie wusste, niemals wieder würde sie zum Wellness fahren. [weiterlesen]

 

Urlaub nur im Kopf (23)

Zum Mittagessen kam Henni an diesem Montag nach Hause und brachte dabei praktischer Weise auch die drei Kinder mit. Das war in den letzten Jahren nur selten vorgekommen. [weiterlesen]

 

Geatmet werden (24)

War es normal, aufgeregt zu sein, wenn man zur Meditation fuhr? [weiterlesen]

 

Quer durch Raum und Zeit (25)

Tara wollte sich wehren. Ein Schitag mitten unter der Woche, das war absurd. [weiterlesen]

 

Ein Königreich für Alltag (26)

Henni rückte nahe an Tara heran, was sie mit einem unwillkürlichen Murren quittierte. [weiterlesen]

 

Hass ist nicht immer Hass (27)

Tara blickte nachdenklich auf die Küchentür, die vor Sekunden lautstark zugeknallt worden war. [weiterlesen]

 

 

Advertisements

31 Antworten zu “Tara

  1. Hier kann ich den „Gefällt mir“- Button nicht drücken. Ich mag dir gern sagen warum: Diese Textpassage ist so gut und berührend geschrieben, so deutlich umrissen, dass sie sich vor meinem Auge abspielt und man befürchtet, es ist aus dem realen Leben einer Auch-Kartenschreiberin. Brisant. Ich hoffe, es ist Stoff für dein Buch, von dir frühestens geschrieben im Jahr 2018.

    • Du machst es bunt in mir!
      Ich neige mein Haupt. Namaste.
      Wie oft kann ich noch danke sagen? Aufhören mag ich gar nicht. Du bist eine ganz Besondere.
      Ein Buch, frühestens 2018 – ich muss lachen.
      Weißt du etwas zum Wort danke, frage ich mich schon länger? Zum Klang, der Zahl dazu? Zur Herkunft? Gibt es eine „Arche Noah“ fürs Danke? Da steckt doch mehr dahinter als fünf Buchstaben…!

      • Das Wort offenbarte sich bestimmt im Krachen des Donners mit allen anderen Worten im Jahre 3.761 v. Christi Geburt. Gott legte es Adam hinein. Die Menschen richteten sich doch schon früh an die Götter mit Dank und Bitte um Gnade. Ich las, die Gnade soll erst im 12. Jahrhundert hinzugekommen sein. Soll ich es glauben?

        Denken – Danken.
        Ursprünglich waren es ein- und dasselbe Wort. Ge- dank -en. La pensèe .
        Undank gilt als Gedankenlosigkeit.

        Danke klingt so-o-o: Ich bin dann in meinem Herzen. Ich bin im Sein. Ich fühle eine Haltung zum Leben – meine.
        Die Welt klingt mit Danke leiser, sanfter. Es ist dann eine friedliche Stille um mich herum. Ein Duftschneeball. (Als es ihn noch gab, den Schnee.) Dankbarkeit klingt entschleunigend. Ich atme sogleich tiefer. Es ist ein herzerfrischender Moment.

        Mit jedem dankbaren Atemzug gehe ich durch meine Angst hindurch.Dankbarkeit unterstützt mich.
        Mit Dankbarkeit bekenne ich mich zu mir selbst.

        Danke ich andere, segne ich sie. Bin ich dankbar, baue ich auf dem, was ich schon habe, und nicht, was ich mir wünsche.Wenn meine Absicht Dankbarkeit ist, kommt sie auch zurück.

        – frühestens 2018 und 35 Jahre daran feilen.

        D a n k e – ein fünfbändiges
        namaste

  2. derverstecktepoet

    Gibt es eine “Arche Noah” fürs Danke? Da steckt doch mehr dahinter als fünf Buchstaben…! ///
    Welch eine famose Frage,,,,,sehr toll

    • Eine „Arche Noah“ fürs Danke? – Dieses Gefühl kenne ich gut, vertraue darauf, dass die Fülle des D, A, N, K und E’s mitschwingen, wannimmer ich keine weiteren Worte finde.
      So wie in diesem Moment.

  3. Pingback: Aufwachen, aufwachen | marga auwald

  4. tanrak

    Setze mich mal bitte auf die Besteller-Liste. Als Frühbucherrabatt dann aber bitte ein Exemplar mit Signatur 🙂 Danke schonmal.

  5. Pingback: Erinnern, um zu leben | marga auwald

  6. Pingback: Man weiß nie | marga auwald

  7. Pingback: Nur ein Paar passende Schuhe | marga auwald

  8. Pingback: “Ich wünsche dir [...] von Herzen Freude am Leben und das immer wieder neu!” | Omnis amans amens

  9. Pingback: Der chaotische Professor | marga auwald

  10. Pingback: Hin und wieder ganz gesund | marga auwald

  11. Pingback: Wirrsinn [8] | marga auwald

  12. Pingback: Drei Tage Pause | marga auwald

  13. Pingback: Es gibt da diesen Mann | marga auwald

  14. Pingback: Tempowechsel | marga auwald

  15. Pingback: Hennis Affäre | marga auwald

  16. Pingback: Manchmal bleiben Fragen schlicht Fragen | marga auwald

  17. Pingback: Wellness aus Gewohnheit | marga auwald

  18. Pingback: Urlaub nur im Kopf | marga auwald

  19. Pingback: Geatmet werden | marga auwald

Dazu möchte ich gerne sagen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s