Archiv der Kategorie: ein bisschen Philosophie

Das Leben ist nicht fair

Diesen Satz hört man hin und wieder, manchen ist er auch selbst schon durch den Kopf gegeistert.

Wenn ausgerechnet vor mir der älteste und langsamste Traktor aller Zeiten plus Heuanhänger in die Straße einfährt, wenn ich den Job verliere, mein USB-Stick mit einer zweihundert Seiten langen Dissertation unter einen Spielzeughammer gerät, wenn meine Tasche gestohlen wird, wenn eine Diagnose die Welt auf den Kopf stellt, wenn irgendwie immer mein Essen von der Bestellliste verschwindet.

Das ist nicht fair. Das ist nicht fair!

Wie ein Hilferuf kann es klingen, wie eine Anklage, wie ein paar Worte, wo sonst keine gefunden werden.

Meist aber heißt es (frei übersetzt): „Das soll nicht mir passieren!“

Oder nicht? Denkt nach. Forscht in euch.

 

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Schluss mit lustig

Der Frühling ist die Zeit der Besinnung auf sich selbst. Auf die persönlichen Rhythmen, Träume, (Vor)Lieben. Kein Samenkorn blickt nach rechts und links um abzuklären, ob es genau jetzt keimen darf. Nicht zuletzt spielen auch die jeweils gesonderten Umstände eine Rolle und da fallen mir in Hinsicht auf den Menschen nur die Worte mit den Mokassins und den Meilen ein. Wer nicht ein paar Meilen in den Mokassins eines anderen gegangen ist usw. Jede und jeder hat also das eigene Tempo und niemand kann sagen, wann es für wen Zeit ist, irgendetwas umzusetzen oder wegzulassen.

Zum Glück gibt es Lachen – Ellen Müller

 

Der Frühling ist die Zeit des Putzens und Lüftens. Es kommt wieder Schwung in die Sache. Was schlummern und wachsen durfte, kommt nun ans Licht. In vielerlei Hinsicht. Bei mir steht ein körperlicher Putz an. Denke vegan heißt die Überschrift, obwohl es da ein paar Besonderheiten gibt, die wegfallen oder hinzukommen. Ich freue mich auf dieses Abenteuer, eröffnet es mir doch den Blick auf ein Stück Welt, das ich bislang getrost den Augenwinkeln überlassen durfte. Glücklich und mit Vorfreude stimmen mich die Helferlein, die mich schon jetzt mit Rezepten, Tipps und Erfahrungen versorgen. Was für eine Fülle!

Ganz freiwillig geschieht diese temporäre Umstellung nicht und so könnte es Anlass sein, die Sache mit regelrechtem Ernst zu betrachten. Wie es so sein soll, folgt meine Leseliste einem gewissen vorgegebenen Pfad (über den ich bei aller Prädestination die Handlungshoheit behalte). So lese ich derzeit täglich über Hasya-Yoga. Auch dieses bislang nur aus den Wahrnehmungsrandbereichen bekannt. Worum es dabei geht? Um das Lachen! Lachen wie ein Gorilla, Lachspritze, Bayrisches Lachen, Rasenmäherlachen und viel Drumherum, Vorher, Nachher, Innendrin. Schon die Lektüre stimmt mich fröhlich.

Frühling ist die Zeit des Beginnens. Lachen, Fröhlichkeit, Abenteuergeist und Hoffnung, Vertrauen sowie Dankbarkeit nähren meine Samen.

Schluss mit lustig habe vermutlich nicht nur ich von klein auf im Ohr.

Ich ändere meine Ausrichtung hin zu Oscar Wilde: Das Leben ist viel zu wichtig, um es ernst zu nehmen.

 

 

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Wir sind aus Magie

Ohne Träume wäre ich nicht ich!

 

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Ich werde verfolgt

Vielen kennen das vermutlich. Wenn man aus einem Grund aufmerksam wird auf eine bestimmte Sache, dann taucht diese eine überall und in vielen Formen auf.

Zitronen. Sie scheinen gerade in zu sein. Drum nicht wundern, dass es hin und wieder fruchtig wird.

An dieser Stelle ein Eyecatcher. Nicht die Bilder an sich. Meine fotografischen Talente liegen nah am Verlangen danach. Aber meinen Blick haben diese Zitronen eingefangen.

 

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Hab mich selbst überrascht

„Trauer ist wie Schokolade. Man sollte nicht zu lange damit allein sein.“

Nicht vorzüglich oder ausschließlich, aber sehr gerne habe ich als Jugendliche Comics gelesen. Jetzt erobert zumindest ein Graphic Novel-Exemplar erneut mein Herz.

Ja, ja, ja. Don Quijote wäre von der Klasse, ein ganzes Sommerprojekt für Ritter:innen des Alltags zu sein. Aber Flix ist so verflixt einnehmend und originell. Da darf alte Liebe wieder aufflammen.

„Comics sind gefährlich! Denn sie haben nichts mit der Realität zu tun. Darum fordere ich im Namen aller Leser und klar denkenden Menschen: Dieser Unsinn muss  e n d l i c h  aufhören!!! Rechtzeitig erkannter Feind ist halb besiegt.“

 

 

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Natur pur aber nach Norm bitte

Es scheint mir schon, dass viele Menschen Schritte zurück zu mehr Natürlichkeit suchen und machen. Beim Essen, bei der Kleidung, in Bezug auf Pflegeprodukte oder bei der Nutzung von Ressourcen.
Nicht nur, weil mich das Schneckenproblem, bzw. die Lösung eines solchen, scheuen lässt, es ist auch der fehlende Platz, der mich von einer größeren Gemüsezucht abhält. Stattdessen habe ich mich für die Gemüsekiste entschieden. Wöchentlich frisch, keine Maschinen involviert, überschaubarer Lieferweg.
Unter Gleichgesinnten wird dann darüber gesprochen. Da ist zu viel Salat und zu groß. Schon wieder Kraut! Ich kann keinen Mangold mehr sehen! Wer braucht so viel Sellerie? Und warum sind die Salate jetzt so mickrig?

Wir leben in Luxus pur und daran gewöhnt man sich leicht. Es müssen nicht die viel besprochenen Erdbeeren im Winter sein. Wir wollen die Dinge einfach so, wie wir sie uns vorstellen, weil wir wissen, dass es möglich ist.

Ich persönlich reorganisiere mein Denken in Richtung Gemüsekiste, indem ich mir vor Augen halte, dass ein Garten im Frühjahr anderes und in anderen Mengen hervorbringt, als im Hochsommer oder Herbst. Es tut gut, sich im Folgen der Natur zu üben. Und in neuen Rezepten.

Natürlichkeit ist nicht immer abenteuerlich und Frohsinn pur. Was nicht bedeutet, dass man ihr nicht mit ebendiesen Qualitäten begegnen kann.

 

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Der passende Ton

Musik taucht in meinem Leben ganz von alleine auf. Dann gibt es Phasen – sie kommen wieder; mit Muße aber Gott sei Dank – in denen ich darin schwelge, bade, aufgehe, untertauche, träume und dadurch werden bestimmte Interpret:innen oder Lieder mit Emotionen, Lebens- oder Schaffensphasen verwoben.

Welche Freude, wenn so etwas Vergangenes ganz unvorhergesehen wieder Einzug hält.

Natürlich waren nicht alle diese musikunterlegten Zeiten nur schön oder angenehm. Es sind Freunde, die von damals erzählen und mir zeigen, welcher Weg dazwischen liegt und welche Herzverbindung dennoch besteht. Verloren ist nichts aber nicht alle Gäste müssen in meinem Seelenhaus wohnen bleiben. Das wäre dann auch zu voll. In Gastfreundschaft loslassen – sozusagen.

Musikgeschenke von Familie und Freunden mag ich sehr gerne. Selbst dümpelt man ja vorzugsweise in der gleichen Soße. Alin Coen ist ganz neu bei mir eingetrudelt. Danke!

 

 

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Alles fließt

Kaum auf die Beine gekommen, schicke ich per Knopfdruck drei Liter den Abfluss hinunter. Es folgt das Warten auf warmes Wasser und das Drunterstellen. Als nächstes was zu trinken und mein Frühstück gäbe es auch nicht ohne.

Wasser.

Ich lese von den Turkana in Kenia, welche, wie viele, viele andere, unter einer Dürre leiden. Schon in der ersten halben Stunde meines Tages kann ich dem Thema nicht entfliehen. Es sind klitzekleine Bewegungen und das flüssige Gold sprudelt aus allen Leitungen. Marshall B. Rosenberg tönt in mir. Er sagt (in etwa), dass keiner jemals vollständig satt sein kann, solange es Hunger auf der Welt gibt.

Dieses Gefühl kenne ich. Wasser ist für mich in erster Linie Genuss, Notwendigkeit, Erfrischung, Reinigung. Oftmals noch selbstverständlich obendrein. Nur, ganz ohne Nachhall geht es nicht. Überschwemmungen oder Dürren, um in bekannten Extremen zu sprechen, schaffen es, wieder in Beziehung zum Wasser und zu Unbekannten zu treten. Wir sind eins. Dieses Bewusstsein ist auch nicht selbstverständlich. Schätzen wir die Momente, die uns das von Zeit zu Zeit ins Bewusstsein bringen.

 

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Lesen – die andere Seite

Lesen ist gesellschaftlich grundsätzlich anerkannt und zählt zu Zeitvertreiben, die positiv konnotiert sind. Viel lesen ist gut und bestimmte Sachen umso besser.

Ebenso en vogue ist Achtsamkeit und das Leben im Jetzt. Bewusstheit im Alltag, Yoga, Tai Chi, Zen, Meditation, achtsames Selbstmitgefühl und viele Angebote und Wege mehr.
Sie bieten – zum Teil auch explizit – eine andere Sichtweise auf das Lesen; vor allem von Romanen. Dieses Eintauchen in Geschichten nämlich ist ein Entfernen vom Hier.

Ja, ich kann das verstehen. Wurde schon darauf hingewiesen, dass ich ein Buch endlich beiseite legen soll. Nicht zuletzt trippeln jetzt auch kleine Füße schnell herbei und klappen den Deckel zu.

Vielleicht eine Überlegung wert.

 

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Zarte Chancen

Scheideweg am Inskriptionsbüro.

Operationstechniken entwickeln, mit Schülern und Innen über den Sinn von Mathematik im Curriculum diskutieren, Entwicklungshilfelogistik leiten, Vielfalt und Reibeisen der Pflichtverteidigung erleben, Manifeste fürs Gender Mainstreaming verfassen.

Chancen als zarte Knospen erahnbar.

Einem frostigen Wettereinbruch im Frühling gleich wird nur eine erblühen.

Der Gang des Lebens.

Nur hin und wieder sieht man Bäume später noch voller Träume hängen.

 

Angeregt in dieser Form von Caroline

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