Archiv der Kategorie: ein bisschen Philosophie

Wie man sich bürstet, so lebt man

Auf Krawall gebürstet.

Aus unerfindlichen Gründen wabert diese Floskel durch meine Gehirnwindungen.

Aha. Ja, ja. Irgendwer wird irgendwo…

Ich lass mich gedanklich weitertreiben.

Wir suchen jeden Morgen mehr oder weniger achtsam unsere Kleidung aus, wählen vielleicht Make-up, legen Hand an die Bürste und entscheiden im Spiegel, ob es ein good oder bad hair day ist.

Reflektieren wir genauso oft unsere Gedanken, wie wir täglich in den Spiegel sehen?

Es gibt Ansichten, nach denen die Umweltverschmutzung in 3D nichts ist im Vergleich zu der Verunreinigung durch Gedanken und Emotionen.

Da würde es sich lohnen, statt auf Krawall zum Beispiel auf Vergebung zu bürsten. Oder Zufriedenheit. Freiheit. Mut. Freude. Leichtigkeit.

Für uns und alle.

 

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Wirrsinn [27]

Wenn nicht mit Liebe überschüttet, kommt es einem Menschenkind wie eine kalte Dusche vor.

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Der richtige Weg (?)

Das Ziel habe ich bewusst ausgesucht und mich mit der Route dahin beschäftigt. Straßenpläne online studiert und schlussendlich das Navi programmiert. Genug Zeit ist eingeplant. Für eine kleine Pause zwischendurch und um so zeitig anzukommen, dass ich die Atmosphäre schnuppern kann, bevor es losgeht.

Im Radio läuft Lieblingsmusik laut Playlist. Es dämmert und in der Luft liegt ein Wetterumschwung. Ich fühle mich pudelwohl. Alles stimmt.

Auf der Straße ist nicht viel los. Genaugenommen bin ich weithin alleine unterwegs; folgt artig der fremden Navi-Stimme. Ist sie auch vertrauenswürdig? Immerhin gibt es genug Beispiele dafür, dass sie auch gehörig in die Irre führen kann. Auf sinnlose bis gefährliche Abwege.

Doch, es sind einzelne Menschen unterwegs. Hin und wieder begegnet mir ein anderes Auto – allesamt auf der Gegenfahrbahn. Eine Stimmung baut sich in mir auf. Als wäre ich Teil eines Katastrophenfilms. Jeder, der kann flüchtet, ich bin unwissend und steuere auf das Schreckliche zu.

Fragen tauchen auf. Bin ich wirklich auf dem richtigen Weg? Stimmen die Angaben fürs Navi? Ist die Route korrekt berechnet? Wann sah ich das letzte Straßenschild? Was wenn? Liegen alle anderen richtig? Hab ich etwas verpasst? Stimmt überhaupt die Zeit? Will ich da wirklich hin?

Die Musik habe ich längst ausgeschaltet. Meine Hirngespinste kämpfen mit dem Verstand. Wäre ich auf bekannter Strecke unterwegs, nichts von alledem würde mich beschäftigen. Ich wüsste um mein Ziel und dass ich genau auf dem Weg bin, auf dem ich sein will; sein soll.

Zu allem Überfluss fahre ich mittlerweile auf einer kurvigen schmalen Straße durch ein Wäldchen. Das macht die Sache nicht besser. Rascher und rascher laufen die Fragen und Unsicherheiten wie ein Computerprogramm in meinem Inneren ab. Ein kämpferischer letzter Rest geht dagegen an. Ruft sich die achtsame Vorbereitung dieser Reise und den Grund dafür in Erinnerung.

Noch eine Kurve – da überrascht mich eine hell erleuchtete Kreuzung und plötzlich gibt es zahlreiche Autos in (fast) jede Richtung. Der Zauber (oder eher: der Bann) ist gebrochen. Ich atme durch und leise stelle ich die Musik wieder an. Doch, doch. Ich bin noch auf meinem Weg.

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Blogleiche

Nein, das hier ist keine Blogleiche und soll auch keine werden. Ich bin einfach Mama geworden und als solche staune ich, wie andere in dieser Situation ein online Portal am Laufen oder Florieren halten, wenn sie nicht sogar Geld damit verdienen. In meiner Realität ist das keine Option. Da haben sich Schwerpunkte verlagert. Schon früher war ich nicht ständig mit dem weltweiten Netz verbunden, jetzt ganz bewusst noch weniger. Zudem wäre mein Filius viel zu erpicht darauf, selbst damit zu spielen. Vorbildfunktion usw…

Und die Zeit? Die verwende ich lieber zum Aufräumen, Ausruhen, Spielen, mich selbst in dem Drumherum Finden.

Natürlich weiß ich sehr gut, was es für eine tolle Zeit war, als die Kontakte hier einen guten Teil meiner täglichen Kommunikation ausmachten und ich finde es schade, dass ich nicht nur zum Schreiben sondern vielmehr noch zum Lesen und Kommentieren anderer Beiträge kaum Platz finde oder schaffe. Der Fluss des Lebens hat mich weitergetragen und so denke ich mit einer kleinen Portion Wehmut und vielen dankbaren und schönen Erinnerungen daran zurück. Außerdem: Zeichen und Wunder geschehen immer wieder. Das weiß ich.

 

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Lasciate ogni speranza!

(Lasst alle Hoffnung fahren! – Zitat aus Dante Alighieris Die göttliche Komödie)

 

Janice Jakait – die Frau, die über den Atlantik gerudert ist – hat mich zu diesem Thema gebracht. Sie macht den Vorschlag, nicht in der Hoffnung zu leben. Ja, ich weiß. Anfangs fragte ich mich auch, was daran falsch sein soll.

Stattdessen wähle man das Vertrauen. Es befriedet die Zukunft.

Je mehr ich es in meine Tage einfließen lasse, umso mehr staune ich über diese Wahrheit, die so einfach ist.

Übrigens: Vergebung befriedet die Vergangenheit. Frieden ist möglich!

 

 

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Das Leben ist nicht fair

Diesen Satz hört man hin und wieder, manchen ist er auch selbst schon durch den Kopf gegeistert.

Wenn ausgerechnet vor mir der älteste und langsamste Traktor aller Zeiten plus Heuanhänger in die Straße einfährt, wenn ich den Job verliere, mein USB-Stick mit einer zweihundert Seiten langen Dissertation unter einen Spielzeughammer gerät, wenn meine Tasche gestohlen wird, wenn eine Diagnose die Welt auf den Kopf stellt, wenn irgendwie immer mein Essen von der Bestellliste verschwindet.

Das ist nicht fair. Das ist nicht fair!

Wie ein Hilferuf kann es klingen, wie eine Anklage, wie ein paar Worte, wo sonst keine gefunden werden.

Meist aber heißt es (frei übersetzt): „Das soll nicht mir passieren!“

Oder nicht? Denkt nach. Forscht in euch.

 

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Schluss mit lustig

Der Frühling ist die Zeit der Besinnung auf sich selbst. Auf die persönlichen Rhythmen, Träume, (Vor)Lieben. Kein Samenkorn blickt nach rechts und links um abzuklären, ob es genau jetzt keimen darf. Nicht zuletzt spielen auch die jeweils gesonderten Umstände eine Rolle und da fallen mir in Hinsicht auf den Menschen nur die Worte mit den Mokassins und den Meilen ein. Wer nicht ein paar Meilen in den Mokassins eines anderen gegangen ist usw. Jede und jeder hat also das eigene Tempo und niemand kann sagen, wann es für wen Zeit ist, irgendetwas umzusetzen oder wegzulassen.

Zum Glück gibt es Lachen – Ellen Müller

 

Der Frühling ist die Zeit des Putzens und Lüftens. Es kommt wieder Schwung in die Sache. Was schlummern und wachsen durfte, kommt nun ans Licht. In vielerlei Hinsicht. Bei mir steht ein körperlicher Putz an. Denke vegan heißt die Überschrift, obwohl es da ein paar Besonderheiten gibt, die wegfallen oder hinzukommen. Ich freue mich auf dieses Abenteuer, eröffnet es mir doch den Blick auf ein Stück Welt, das ich bislang getrost den Augenwinkeln überlassen durfte. Glücklich und mit Vorfreude stimmen mich die Helferlein, die mich schon jetzt mit Rezepten, Tipps und Erfahrungen versorgen. Was für eine Fülle!

Ganz freiwillig geschieht diese temporäre Umstellung nicht und so könnte es Anlass sein, die Sache mit regelrechtem Ernst zu betrachten. Wie es so sein soll, folgt meine Leseliste einem gewissen vorgegebenen Pfad (über den ich bei aller Prädestination die Handlungshoheit behalte). So lese ich derzeit täglich über Hasya-Yoga. Auch dieses bislang nur aus den Wahrnehmungsrandbereichen bekannt. Worum es dabei geht? Um das Lachen! Lachen wie ein Gorilla, Lachspritze, Bayrisches Lachen, Rasenmäherlachen und viel Drumherum, Vorher, Nachher, Innendrin. Schon die Lektüre stimmt mich fröhlich.

Frühling ist die Zeit des Beginnens. Lachen, Fröhlichkeit, Abenteuergeist und Hoffnung, Vertrauen sowie Dankbarkeit nähren meine Samen.

Schluss mit lustig habe vermutlich nicht nur ich von klein auf im Ohr.

Ich ändere meine Ausrichtung hin zu Oscar Wilde: Das Leben ist viel zu wichtig, um es ernst zu nehmen.

 

 

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Wir sind aus Magie

Ohne Träume wäre ich nicht ich!

 

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Ich werde verfolgt

Vielen kennen das vermutlich. Wenn man aus einem Grund aufmerksam wird auf eine bestimmte Sache, dann taucht diese eine überall und in vielen Formen auf.

Zitronen. Sie scheinen gerade in zu sein. Drum nicht wundern, dass es hin und wieder fruchtig wird.

An dieser Stelle ein Eyecatcher. Nicht die Bilder an sich. Meine fotografischen Talente liegen nah am Verlangen danach. Aber meinen Blick haben diese Zitronen eingefangen.

 

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Hab mich selbst überrascht

„Trauer ist wie Schokolade. Man sollte nicht zu lange damit allein sein.“

Nicht vorzüglich oder ausschließlich, aber sehr gerne habe ich als Jugendliche Comics gelesen. Jetzt erobert zumindest ein Graphic Novel-Exemplar erneut mein Herz.

Ja, ja, ja. Don Quijote wäre von der Klasse, ein ganzes Sommerprojekt für Ritter:innen des Alltags zu sein. Aber Flix ist so verflixt einnehmend und originell. Da darf alte Liebe wieder aufflammen.

„Comics sind gefährlich! Denn sie haben nichts mit der Realität zu tun. Darum fordere ich im Namen aller Leser und klar denkenden Menschen: Dieser Unsinn muss  e n d l i c h  aufhören!!! Rechtzeitig erkannter Feind ist halb besiegt.“

 

 

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